Gemüse vorziehen

Gemüse im Haus vorziehen
Gemüsepflanzen im Haus anziehen – Foto: Cora Müller / stock.adobe.com

Wärme liebende Gemüsearten werden schon früh im Haus vorgezogen. Die frühe Anzucht hat mehrere Vorteile.

Gemüse vorziehen: Vorteile frühe Anzucht

Die Anzucht im Februar verschafft den Pflanzen einen entscheidenden Startvorsprung im Beet

  • Sie verfrüht die Ernte deutlich oder ermöglicht sie überhaupt erst.
  • Vorgezogene Pflanzen sind beim Umzug ins Beet den Schnecken bereits davon gewachsen.

Gemüse vorziehen – diese Pflanzen gehören zu den Hausgästen:

Auberginen
Gurken
Kürbis
Melonen
Paprika
Tomaten
Zucchini
Zuckermais

Wie schnell die Samen keimen und bei welcher Temperatur sie es am liebsten tun, ob sie lieber im Dunkeln liegen oder Lichtreize benötigen, hängt von der jeweiligen Pflanzenart ab. Ob die Sämlinge zügig wachsen und sich zu kräftigen, gesunden Pflänzchen entwickeln, hängt vom Gärtner ab.

Erde und Gefäße

Keine gebrauchte Erde verwenden. Darin befinden sich Bodenpilze und andere Mikroorganismen, die den zarten Pflänzchen den Garaus machen.

Ausschließlich in Anzuchterde säen, denn alle anderen Blumen- und Gärtnererden sind zu stark gedüngt und würden die Würzelchen der Keimlinge verbrennen.

Anzuchtgefäße vor dem erneuten Einsatz gründlich säubern, anhaftende Erdreste entfernen und Gefäß mit kochend heißem Wasser ausspülen, um Pilzsporen abzutöten.

Säen und pflegen

Nicht zu viel und zu eng säen. Größere Samen abzählen.

Nachdem die Samen gekeimt sind, die Anzuchtgefäße unbedingt hellstellen. Dunkel stehende Pflanzen bilden lange Hälse, fallen leicht um und machen auch auf dem Beet keine gute Figur.

Die Pflanzen-Kinderstube täglich lüften. Dabei darauf achten, dass die Pflänzchen keinem kaltem Zug ausgesetzt sind.

Die Sämlinge rechtzeitig, bevor sie sich bedrängen, in größerem Abstand in andere Gefäße umpflanzen, wo ihnen genügend Licht und Wurzelraum zur Verfügung steht.

Einmal wöchentlich mit Schachtelhalm-Tee oder einem anderen Pflanzenstärkungsmittel gießen. Dies schützt vor Bodenpilzen, die die Umfallkrankheit verursachen, stärkt die Abwehrkräfte und sorgt für kräftiges Wachstum.f

Sobald die Pflänzchen etwas größer sind, darf man sie zwei-, dreimal täglich mit der flachen Hand kräftig oder mit einer gefalteten Zeitung streicheln. In freier Natur übernimmt diese Aufgabe der Wind. Das Resultat: Die Pflanzen wachsen kräftig und kompakt.

Schnecken ausgetrickst

Schnecken lassen sich durch die Vorkultur im Haus um eine Mahlzeit prellen: Vorgezogene Busch- und Stangenbohnen wachsen den Schnecken davon, sobald sie aufs Beet umziehen. Die Pflanzen sind größer und haben auch mehr Abwehrkräfte als ins Beet gesäte und frisch gekeimte Bohnen-Winzlinge.

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