Kaiserliche Würfelbecher

Kaiserkronen
Kaiserkronen in Begleitung von Tulpen - Foto: IZB

Kaiserkronen (Fritillaria imperialis) haben ihren großen Auftritt im Frühling. Ab August werden die Zwiebeln gesetzt.

Der botanische Gattungsname Fritillaria (lat.) bedeutet übersetzt Würfelbecher und nimmt Bezug auf die Form der Blüten; imperialis bedeutet kaiserlich.

In der Tat sind Kaiserkronen beeindruckend und imposant: von April bis Mai präsentieren sie Kränze von roten, orangefarbenen oder gelben Blütenglocken auf 80 bis 120 Zentimeter hohen Stielen. Darüber befindet sich eine üppige Krause aus spitzen, in die Lüfte ragenden Blättern.

Während die Stängel bis über ihre untere Hälfte mit lanzettlichen und parallelnervigen Blättern bewachsen sind, stehen im letzten Drittel keine Blätter mehr, so dass die farbigen Blütenglocken einen kronigen Auftritt haben.

Ursprünglich ist die Kaiserkrone in der Südosttürkei, im Nordirak, im West- und Südiran, in Afghanistan, in Pakistan und im Kaschmir beheimatet. Hier findet man sie an steinigen Hängen und in Höhenlagen von 1250 bis 3000 Metern. In Mitteleuropa wird Fritillaria imperialis seit spätestens 1573 kultiviert. Es gibt zahlreiche Sorten mit orangen, gelben, oder ziegelroten Blüten.

Wenn man im August schon Zwiebeln bekommt, so ist das ideal, denn bereits im September beginnt das Wurzelwachstum. Und je mehr Wurzeln die Kaiserkrone bilden kann, desto kräftiger und beeindruckender blüht sie im nächsten Jahr.

Am liebsten Sonne mit durchlässigem Boden

Die Zwiebeln werden 15 bis 20 Zentimeter tief gesetzt. Der Boden sollte wasserdurchlässig sein.

Da die Kaiserkrone ursprünglich aus Gegenden mit schlechtem, steinigen Boden stammt, wird sie den Gartenliebhaber auch bei härteren Bedingungen mit ihrer Schönheit erfreuen. Nur bei allzu starker Nässe reagiert die Zwiebel empfindlich. Schwere Böden sollten deshalb vor der Pflanzung verbessert und durchlässig gemacht werden. Danach kann die Zwiebel auf ein dickes Sandbett gesetzt werden. Am besten gedeiht Ihre Majestät an einer sonnigen Stelle. Dann blüht sie auch wieder im nächsten Frühling. Ab und zu ein wenig organischer Dünger spornt ihren kaiserlichen Ehrgeiz zu Höchstleistungen an.

Vertreibt Wühlmäuse

Der Kaiserkrone wird im übrigen nachgesagt, dass sie wegen ihres Geruchs eine abschreckende Wirkung auf Wühlmäuse habe und deshalb die perfekte Begleiterin sei für andere Zwiebelschönheiten wie Narzissen, Tulpen oder Krokusse.

Tipp: Der optimale Pflanzzeitpunkt für die Kaiserkrone ist von Mitte August bis Oktober. Also ab ins Beet, Ihre Majestät!

Quelle: IZB

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