Kapuzinerkresse

Im Herbst, wenn die Pflanze nach den ersten, stärkeren Frösten abstirbt, bleibt sie als Mulch liegen oder landet auf dem Kompost. 
 
Die großblütige Kapuzinerkresse (Tropaeolum majus) stammt aus Südamerika. In Peru wächst sie von Meereshöhe bis auf 3000 m in den Anden. Seit 1684 kennt man sie auch in Europa.
 
Bei Trockenheit gießen
 
Kriechend und kletternd erobert sie ihre Umgebung. Auf trockenen, kalkhaltigen Böden wächst sie kaum vom Fleck, ist die Erde ausreichend feucht und humos, sprintet sie je nach Sorte mehr als einen Meter in die Breite oder Höhe. Die Pflanze entwickelt sich besonders gut bei hoher Luftfeuchte und legt bei Trockenheit Wert auf Wasser-Nachschub aus der Gießkanne.
 
In ihrer Heimat ist die Kapuzinerkresse mehrjährig. Da sie keinen Frost verträgt, wird sie in unseren Breiten einjährig gezogen.
 
Blätter mit Lotuseffekt
 
Auf ihren Blättern perlt Wasser in großen Tropfen ab und spült beim Zusammenlaufen Staub mit weg. Dies ist ein ähnlicher Effekt wie er von Lotusblumen bekannt ist.
 
Die Südamerikanerin ist eine entfernte Verwandte der Kohlfamilie und hortet wie diese schwefelhaltige Stoffe, die Senföle. Je heißer und trockener die Witterung ist, desto höher ist deren Konzentration und desto beißend schärfer verteidigt sie sich gegen Insekten und andere Tiere, die ihre Blätter als Festmahl betrachten.
 
Jedoch alle Insekten, die Kohlgewächse mögen, wie Kohlweißlingsraupen, Erdflöhe oder Rapsglanzkäfer, fressen auch gerne an der Kapuzinerkresse. Denn diese lassen sich von den Senfölen nicht abschrecken. Das gilt auch für viele Menschen, sie lieben den würzig scharfen Geschmack.
 
Essbar sind
 
■ … fast alle Pflanzenteile wie Blätter, Knospen, Blüten und Samen.
■ Sie schmecken scharf pfeffrig.
■ Junge Blätter und die Blüten verleihen Blattsalaten eine pikante Note.
■ Knospen und grüne Samenkugeln in Essig eingelegt, werden wie Kapern verwendet.
 
Im Biogarten ist die Pflanze beliebt, weil sie pflegeleicht ist und innerhalb kurzer Zeit kahle Flächen begrünt und den Boden ähnlich wie Mulch beschattet. Zu Füßen von Bäumen fühlt sie sich besonders wohl.
 
Foto: Alfred Teske  / pixelio.de

 

 
 
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