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Kapuzinerkresse anbauen und verwenden

Kapuzinerkresse sollte in keinem Biogarten fehlen. Die Würzpflanze mit ihren schönen Blüten erweist sich als äußerst nützlich, zum Beispiel bei der Abwehr von Läusen und Ameisen. Fast alle Pflanzenteile sind essbar.

Kapuzinerkresse in Rot, Orange und Gelb
Kapuzinerkresse in Rot, Orange und Gelb

Kapuzinerkresse Verwendung

Schneller Bodendecker: Kapuzinerkresse (Tropaeolum majus) ist im Biogarten beliebt, weil sie innerhalb kurzer Zeit kahle Flächen begrünt und den Boden wie eine Mulchschicht beschattet.

Abwehr von Läusen: Im Obstgarten ist die Kapuzinerkresse eine bewährte Pflanze zur Abwehr von Läusen. Wird sie auf Obstbaumscheiben gesät, zieht sie wie ein Magnet Blutläuse und Schwarze Läuse an und entlastet auf diese Weise den Baum.

Abwehr von Schädlingen: Kapuzinerkresse wirkt abwehrend auf Raupen, Schnecken, Ameisen und Mäuse. In der Mischkultur ist Kapuzinerkresse deshalb die ideale Partnerpflanze für Kartoffeln, Tomaten, Stangenbohnen und Rosen.

Wetterbote: Kapuzinerkresse gilt auch als Wetterbote. Wohl nicht immer, aber bei bestimmten Wetterlagen wurde beobachtet, dass sich schon Stunden vor dem Regen auf den Blättern kleine Wasserperlen bilden.

Kapuzinerkresse essen

Fast alle Pflanzenteile wie Blätter, Blüten, Knospen und Samen von Kapuzinerkresse sind essbar. Sie enthalten Senföle und schmecken leicht pfeffrig-scharf.

Knospen und grüne Samenkugeln können Sie als Kapernersatz in Essig einlegen.

Verwendet werden vor allem Blüten und zarte, junge Blätter, die Salaten und Quark eine pikante Note verleihen.

Kapuzinerkresse soll die körpereigenen Abwehrkräfte stärken und bei Katarrhen der oberen Luftwege helfen. 

Kapuzinerkresse anbauen

Kapuzinerkresse erobert je nach Sorte kriechend und kletternd ihre Umgebung. Während sie auf trockenen, kalkhaltigen Böden kaum vom Fleck kommt, entwickelt sie sich rasch in feuchter und humoser Erde und wächst je nach Sorte mehr als einen Meter in die Breite oder Höhe.

In ihrer Heimat Südamerika ist die Kapuzinerkresse mehrjährig. Da sie keinen Frost verträgt, wird sie in unseren Breiten einjährig gezogen.

Vor Mai zieht man die Samen am besten geschützt vor, danach können sie im Freiland ausgesät werden.

Zu viel Dünger führt dazu, dass sich mehr Blätter als Blüten entwickeln. Düngen Sie am besten mit Kompost.

Die Pflanze entwickelt sich besonders gut bei hoher Luftfeuchte und sollte bei Trockenheit gegossen werden. Sie gedeiht in der Sonne oder im lichten Halbschatten.

Im Herbst, wenn die Pflanze nach den ersten, stärkeren Frösten abstirbt, bleibt sie als Mulch liegen oder kommt auf den Kompost.

Blätter mit Lotuseffekt

Auf den Blättern der Kapuzinerkresse perlt Wasser in großen Tropfen ab und spült beim Zusammenlaufen Staub mit weg. Dies ist ein ähnlicher Effekt wie er von Lotusblumen bekannt ist.

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