Kartoffelacker hinter Gittern

Kartoffeln im Gabionen-Korb
Maira Falconi Borja

Schwerer Boden, kleiner Garten? Mit dieser Methode ernten Sie trotzdem Kartoffeln.

Sie benötigen:
1 Gabionen-Gitterkorb (Höhe 50 cm)
Pappkarton
alter Kartoffelsack
torffreie Erde
vorgekeimte Saatkartoffeln

  • Gabionen-Körbe lassen sich leicht mit Leben füllen: Zunächst die Wände mit Pappkarton auskleiden, der in einen zugeschnittenen alten Kartoffelsack eingeschlagen wird. Auf Rasen oder Erde bleibt der Gabionenboden frei, auf Steinplatten oder Asphalt verhindert ein Vlies, dass Erde herausrieselt. Fertig ist ein geräumiger Kartoffelkorb.
  • Kartoffelknollen wachsen nur in lockerer Erde. Torffreie Blumenerde oder eine Mischung aus reifem Kompost, Sand und Gartenboden (2:2:1) garantieren den Wurzeln Entfaltungsfreiheit.
  • Die Basis bildet eine 20 cm dicke Erd-Schicht. Darauf legt man, im Abstand von 20 cm, vorgetriebene Kartoffeln mit den Trieben nach oben.
  • Mit Erde abgedeckt und gut gegossen treiben die Knollen bald frisches Grün. Sobald die Triebe 10–15 cm herausragen, werden sie mit weiterer Erde bedeckt – so hoch, bis nur noch die Blattspitze herausschaut und so oft, bis der Gitterkorb mit Erde randvoll ist.

Kartoffel-Kalender:

Anfang bis Mitte März: Knollen in Eierkartons an einem hellen Platz im Haus vortreiben.
April: Gekeimte Knollen ins Freie pflanzen.
Juli: Jetzt sind Frühkartoffeln reif (bei grünem Laub).
September: Jetzt sind späte Lagersorten reif (sobald das Laub abgestorben ist).

Mehr zum erfolgreichen Kartoffel-Anbau in großen und kleinen Gärten lesen Sie im Kartoffel-Sonderteil der kraut&rüben-Ausgabe 03/2018.

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