Frühe Kartoffeln im Kübel

 
 
Man muss keinen Garten haben, um Kartoffeln anzubauen.
 
Wer schnell ist, kann schon bald leckere Kartoffeln aus dem Topf ernten. 
 
Erdäpfelkübel oder Erdbirnkistn
 
In Kübeln, Plastikeimern oder Kisten, die mindestens zehn Liter oder besser noch mehr fassen, wachsen kleine Mengen der schmackhaften Knollen heran.
 
Große, schwarze Plastikeimer sind empfehlenswert, weil sie sich schnell erwärmen. Aber Vorsicht! Stellen Sie die Eimer nicht in die pralle Sonne, sonst könnten sich die Pflanzen an der aufgeheizten Topfwand „verbrennen“.
 
Auf jeden Fall sind Löcher im Boden des Pflanzgefäßes notwendig. Sie sorgen dafür, dass keine Staunässe entstehen kann.
 
Einen Kartoffelkübel pflanzen
 
Zum Pflanzen wird der Gefäßboden mit einer 15 bis 20 Zentimeter dicken Schicht Erde bedeckt. Verwenden Sie am besten nährstoffreiches Substrat, zum Beispiel hochwertige Kübelpflanzen- oder Blumenerde. Legen Sie die Saatkartoffeln in diese Erdschicht etwa fünf Zentimeter tief. In einen 10-Liter-Eimer steckt man circa drei bis vier Knollen.
 
Welche Saatkartoffeln?
 
Verwenden Sie zum Pflanzen in jedem Fall Saatkartoffeln. Sie eignen sich besser als Speisekartoffeln, weil sie sortenrein, weniger krankheitsanfällig und wuchsfreudiger sind.
 
Für einen schnelleren Ertrag sollten Sie sich frühe Sorten besorgen, die in 90 bis 100 Tagen zu ernten sind. Versuchen Sie es doch mal mit Raritäten, die Sie auf Saatguttauschbörsen erwerben können.
 
Kartoffeln vorziehen
 
Ab März können die Saatkartoffeln an einem kühlen, hellen Ort zum Keimen gebracht werden. Sie sollten grundsätzlich frostfrei stehen. Decken Sie die Gefäße bei drohenden Minusgraden mit Matten oder Vlies ab. Drei Wochen nach dem Legen keimen die Saatknollen.
 
Sobald die ersten Kartoffeltriebe etwa zehn Zentimeter aus der Erde spitzen, geben Sie gerade soviel Erde darüber, bis kein Grün mehr zu sehen ist. Diesen Vorgang wiederholen Sie, bis die Erde den Gefäßrand erreicht. Damit wird die Knollenbildung gefördert.
 
In den Gefäßen trocknen die durstigen Kartoffelpflanzen schnell aus, deshalb sollten sie besonders bei warmem, trockenem Wetter regelmäßig gegossen werden. Allerdings breiten sich Pilze an den Knollen aus, wenn sie dauerhaft zu nass stehen. Ab Anfang Juni können bereits die ersten kleinen Knollen geerntet werden.
 
Achtung giftig!
 
Die Kartoffeln blühen sehr schön und bilden auch kleine Früchte. Doch vorsicht, alle grünen Teile der Kartoffel sind giftig. Wenn Kinder in Ihrem Haushalt leben, achten Sie bitte unbedingt darauf, dass diese nichts davon verzehren.
 
Quelle: Brigitte Goss, Bayerische Gartenakademie
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