Kerbelrüben

Kerbelrüben gehören zu den vergessenen Gemüsearten – sie galten früher als Delikatesse. Im Geschmack erinnern sie an Maronen und Kartoffeln.
 
Die Kerbelrübe (Chaerophyllum bulbosum) heißt auch Knollenkerbel, Kerbelwurzel, Rübenkerbel oder auch Knolliger Kälberkropf.
Früher haben Köche die Blätter als Suppenwürze verwendet. Die stumpfen, weißfleischigen Wurzeln isst man erst seit Mitte des 19. Jahrhunderts als Gemüse.  Sie sind zart mehlig und schmecken süß aromatisch. 
 
Feinschmecker schätzen die geschmorten oder wie Pellkartoffeln gekochten Rübchen. Man kann das Wurzelgemüse aber auch roh essen. Damit sie sich besser schälen lassen, legt man sie vorher kurz in heißes Wasser. Das volle Aroma genießt, wer die Mini-Rüben nicht schält, sondern unter fließendem Wasser abbürstet.
 
Je länger die Kerbelrübe gelagert wird, umso intensiver und würziger wird sie im Geschmack.
 
Neben der heimischen, weißfleischigen Kerbelrübe (Chaeronphyllum bulbosum) gibt es auch eine gelbe, größere Sibirische (Chaerophyllum prescotti), die aber nicht so gut schmeckt. 
 
 

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