Kleine Gärten – Folge 1: Struktur

Rahmenbeete
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Was tun, wenn die Liste der Wünsche und Ideen viel größer ist als der Garten? Nicht verzagen, mit ein paar Tricks wird auch aus einem Mini-Garten ein Riesenvergnügen.

Mehr als ein Drittel aller deutschen Gärten sind kleiner als 300 qm. Ein weiteres knappes Drittel umfasst 300–499 qm. Besonders in Großstädten schrumpfen die privaten Grünflächen immer weiter zusammen. Was kann man damit noch anfangen?

Kleine Gärten bepflanzen: Der häufigste Fehler

Das Grundstück lässt sich zwar nicht so einfach vergrößern, aber mit guter Planung wirkt es zumindest optisch großzügiger. Der häufigste Fehler: Es wird einmal außen herum gepflanzt und in der Mitte Rasen eingesät. Diese Herangehensweise betont die Außengrenzen und rückt sie auf den Betrachter zu. Der Garten ist auf den ersten Blick zu überschauen und erscheint dadurch kleiner, als er ist.

Kleine Tricks mit großer Wirkung

Auch wenn die Fläche klein ist, gliedert man sie besser in einzelne Räume. Dazu braucht es keine platzraubenden Hecken oder hohe Sichtschutzelemente.

  • Es genügt, Beete quer zur Sichtachse anzuordnen oder als Insel im Rasen.
  • Ein einzelnes Gehölz oder eine niedrige Buchszeile unterteilen den Raum optisch.
  • Kleine Trockenmauern oder ein abgesenkter Sitzplatz schaffen unterschiedliche Gartenzonen.
  • Rosenbögen grenzen ab, ohne auszugrenzen und brauchen wenig Platz.
  • Geschwungene Wege oder Pfade in Zick-Zack-Linie lassen ihr Ende nicht gleich erkennen, wenn man in die Kurven hohe Stauden oder Gehölze pflanzt. So versprechen sie, dass der Garten hinter der nächsten Biegung weiter geht.
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