Kleine Kräuterpraxis für den Topf

Kräuter in Töpfen
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Ein Kräutergarten in Töpfen sieht hübsch aus und ist ungeheuer praktisch. Auf Terrasse oder Balkon gedeihen die würzigen Pflanzen schließlich nur wenige Schritte von ihrem Einsatzort in der Küche entfernt. Wer diese wenigen Regeln beherzigt, kommt die ganze Saison in den Genuss frischer Kräuter.

  • Wählen Sie die Pflanzgefäße nicht zu klein; nur Thymian-Arten sind so genügsam, dass sie sich auf Dauer mit kleinen Töpfen und engen Balkonkästen zufriedengeben.
  • Ton- und Terrakottatöpfe passen optisch am besten zu Mittelmeerkräutern. Aber nur die heißgebrannte italienische Ware („Impruneta“) übersteht frostige Winter ohne zu zerspringen.
  • Mittelmeer-Kräuter vertragen keine nassen Füße, eine mindestens 2 cm dicke Schicht aus Tonscherben, Tongranulat, Blähtonkügelchen oder grobem Kies am Topfgrund sorgt für raschen Wasserablauf.
  • Als Topferde eignet sich eine Mischung aus: 1/3 Gartenerde, 1/3 grobem kalkhaltigen Sand oder feinem Kies und 1/3 gut verrottetem und durchgesiebten Kompost.
  • Alternativ gibt es biologische Spe­zialsubstrate im Handel (z. B. NeudoHum® Aussaat- und Kräutererde), die torffrei und organisch gedüngt sind.
  • Balkon- oder Kübelpflanzen-Erde ist gewöhnlich für Kräuter zu nahrhaft, sie sollte daher mit kalkhaltigem Sand oder Kies abgemagert werden.
  • Je magerer und durchlässiger die Topferde ist, desto langsamer und kompakter wachsen die Kräuter. Wem es mehr um die Optik als um die Ernte geht, erhöht daher die Anteile von Kies oder Sand im Substrat.
  • Kräuter, die regelmäßig beerntet werden und tüchtig wachsen sollen, bekommen alle ein bis zwei Jahre einen etwas größeren Topf. Ältere Exemplare halten es drei bis vier Jahre in ihren Gefäßen aus. Sie freuen sich von Mai bis August über niedrig konzentrierte Gaben von organischen Flüssigdüngern (wie Neudorff BioTrissol® KräuterDünger, WUXAL Bio-Universaldünger).
  • Auch wenn es in ihrer Heimat wochenlang nicht regnet, im Topf vertragen die Sonnenanbeter aus dem Süden völlig ausgetrockete Erde nicht. In Hitzeperioden brauchen Sie täglich ihren Schluck Wasser. In kühlen Monaten gießt man sie dagegen kaum.
  • Kälteempfindliche Kräuter wie Rosmarin, Currykraut, Topf-Oregano, buntblättrige Thymian- und Salbeiarten überwintern am besten im hellen frostfreien Winterquartier. Sie überstehen den Winter auch in ungeheizten Garagen und Gewächshäusern, wenn ihre Topf­erde sehr trocken gehalten wird.
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