Kleiner Garten, was tun?

Damit kleine Gärten nicht überfrachtet wirken und ein harmonisches Gesamtbild entsteht, gibt es ein paar Tricks. 
 
Staudengärtnermeisterin Annemarie Eskuche verrät:
 
„Das Gefühl von Weite lässt sich in kleinen Räumen durch Sichtachsen und Blickpunkte schaffen, die zum Beispiel von der Terrasse zu einem markanten Punkt, einer Steinfigur oder Fontäne am anderen Gartenende führen.
 
Wird der Weg dorthin schmal angelegt und von halbhohen Schnitthecken oder üppigen Staudenbeeten flankiert, verstärkt sich zusätzlich der Tunnelblick in die vermeintliche Tiefe.“
 
Die Blütenfarbe hat ebenfalls großen Einfluss auf die Wahrnehmung der Gartengröße. Kräftige Rot- und Gelbtöne wie beim Mädchenauge (Coreopsis verticillata ‚Zagreb’) lassen den Raum kleiner erscheinen.
 
Beete in klarem Weiß mit lang blühenden Pflanzen wie der Präriekerze (Gaura lindheimeri) und in Blau mit Glockenblumen (Campanula) oder Lavendel (Lavandula) hätten hingegen eine großzügigere, weitere Raumwirkung. 
 
Dies lässt sich noch unterstreichen, indem man Pflanzen mit dunkleren Blüten in den Vordergrund und Pflanzen mit helleren Blüten in den Hintergrund setze.
 
Die Gestaltung von Gärten mit Hilfe von schmalen Schnitthecken oder Rankwänden sind eine weitere Möglichkeit, um Räume größer erscheinen zu lassen.
 
In kleinen Gärten sorgen außerdem üppige Kletterpflanzen wie Clematis oder Rosen für Tiefe.
 
Allgemein gilt vor allem bei kleineren Flächen: „Weniger ist mehr“.
 
Setzen Sie Schwerpunkte und pflanzen Sie lieber mehrere Exemplare von einer Sorte, anstatt viele verschiedene – das wirkt oft unruhig. Der Einsatz unterschiedlicher Pflanzenhöhen sorgt für Abwechslung.
 
Quelle:  GMH
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