Malerisch begrünt

An der Südseite von Hausfassaden entwickelt Wilder Wein eine intensive Färbung.   
 
„Um auf kleiner Fläche eine grüne Oase entstehen zu lassen, eigenen sich besonders Kletterpflanzen“, sagt Mathias Münster vom Bund deutscher Baumschulen e.V. „Sie schmiegen sich an kahle Wände, Zäune oder Geländer und verwandeln Steine und Beton schnell in einen grünen Raum voller Lebendigkeit.“
 
Efeu und Jungfernrebe
 
Die Kletterpflanze, die wohl am häufigsten in deutschen Gärten vorkommt, ist der Efeu (Hedera helix). Mit seinem immergrünen Blattwerk schmückt er zahlreiche Hauswände, Mauern und Baumstämme.
 
Die Vielfalt der unterschiedlichen Efeusorten ist überraschend groß – von schwach- bis starkwachsend, mal mit weiß, gelb oder rötlich gemustertem Laub und verschiedenen Blattformen.
 
Bei der Efeusorte ‚Mein Herz‘ laufen die Blätter wie der Name verrät herzförmig zu einer Spitze zusammen. Die Besonderheit von ‚Green Ripple‘ hingegen sind seine auffälligen, fünflappigen Blätter, deren Form sehr an ein Ahornblatt erinnert.
 
Dank seiner kräftigen Haftwurzeln klettert Efeu ohne jede Rankhilfe an Fassaden empor. Dass er dabei angeblich das Mauerwerk beschädigt, ist ein hartnäckiges Gerücht. Einer intakten Mauer ohne Risse können Kletterpflanzen nichts anhaben.
 
Das gilt auch für die Jungfernrebe (Parthenocissus) – häufig auch Wilder Wein genannt.
 
Ob an historischen Gebäuden oder am modernen Einfamilienhaus – Wilder Wein entfaltet an ganz unterschiedlichen Fassaden seinen Reiz.
 
Im Winter trägt er zwar kein Laub, ist aber im Herbst wegen seiner roten Färbung ein absoluter Hingucker. Da seine Farbe umso intensiver wird, je mehr Sonnenlicht auf die Blätter fällt, empfiehlt es sich, Wilden Wein an der Südseite des Hauses zu pflanzen.
 
Quelle: BdB
Teilen