Kräuter im Haus überwintern

Lavendel, Thymian, Salbei und Eberraute sind Kräuter, die den Winter im Garten überstehen, ohne größeren Schaden zu leiden (ausgenommen sie werden in Töpfen gehalten!). Nur sehr harte Winter mit Kahlfrösten können ihnen gefährlich werden.

Dagegen dürfen für Rosmarin, Lorbeerbäumchen und Duftblattgeranien die Temperaturen nie unter den Gefrierpunkt sinken. Diese Kräuter, die den Sommer über im Garten oder auf dem Balkon verbracht haben, benötigen ab Herbst noch vor den ersten Nachtfrösten einen Platz im Haus.  

Wo überwintern?

Die Töpfe stehen am besten an einen kühlen und hellen Platz, zum Beispiel auf einer Fensterbank im Treppenhaus oder in einem kühlen Schlafzimmer. Grelle Südlage sollten Sie vermeiden. Ideal eignen sich ein Wintergarten oder ein Gewächshaus, in denen durch eine Heizung das Thermometer nie unter Null Grad sinkt.

Ungeeignet sind dunkle Keller- oder Garagenräume, insbesondere, wenn sie auch noch geheizt werden. Die Pflanzen bilden dann lange, dünne Triebe, die ihre Lebenskraft schwächen; Schädlinge werden angezogen.

Weil Pflanzen im Winter ihren Stoffwechsel reduzieren, werden sie nicht gedüngt und auch nur selten und sparsam gegossen. Die Erde darf andererseits aber nie ganz austrocknen und sollte etwa alle 14 Tage überprüft werden.

Ab Februar zurückschneiden
 
Etwa ab Ende Februar schneiden Sie die Zweige von Rosmarin und Duftblattgeranien etwas zurück und setzen sie in größere Töpfe mit frischer Erde. Sie können nun etwas wärmer stehen. Ältere Lorbeerbäumchen werden nicht mehr verpflanzt. Es genügt, die oberste Erdschicht zu erneuern und mit Hornspäne zu düngen.
Erst nach den Eisheiligen im Mai dürfen die Kräuter wieder an ihren Platz ins Freie ziehen.
 
Foto: bbroianigo / pixelio.de
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