Kröten als Nützlinge im Garten

Kröten als Nützlinge im Garten
Erdkröte im Garten auf allen Vieren unterwegs - Foto: TwilightArtPictures / stock.adobe.com

Kröten im Garten vertilgen mit Vorliebe Schnecken und andere Tiere, die im Garten als Schädlinge auftreten. Wie leben Kröten im Garten, was brauchen sie?

Kröten im Garten

Freuen Sie sich, wenn eine Kröte bei Ihnen eingezogen ist! Mit ihrem Nahrungsspektrum sind Kröten gern gesehene Nützlinge im Garten. Saftige Nacktschnecken stehen ganz oben auf ihrer Speisekarte.

Die Erdkröte (Bufo bufo) ist hierzulande die am häufigsten verbreitete Krötenart. Sie hält sich am liebsten dort auf, wo sie geeignete Unterschlüpfe findet und es genug zu fressen gibt, wie zum Beispiel in einem vielfältigen Naturgarten.

Erdkröten Steckbrief

Kröten haben einen relativ breiten Kopf und kupferfarbene, waagerechte Pupilen. Kröten werden bis zu 12 cm groß. Meist sind sie grau, gelblich und bräunlich gefärbt. Erdkröten in der freien Natur können ein Alter von etwa 10 Jahren und mehr erreichen.

Um sich vor Feinden und Parasiten zu schützen können Kröten ein Gift absondern. Die Giftdrüsen befinden sich an der Hinterseite des Kopfes. Für Menschen ist dieses Gift harmlos, solange es nicht in die Augen oder auf Schleimhäute gelangt, doch zur Sicherheit sollte man sich nach dem Berühren von Kröten die Hände waschen. Unangenehm kann das Gift für Hunde und Katzen werden.

Kröten im Garten – was fressen sie?

Kröten sind wenig wählerisch und fressen so ziemlich alles, was in ihr Maul hineinpasst, wie zum Beispiel Asseln, Ameisen, Spinnen, Fliegen, Tausendfüßer, Ohrwürmer, Laufkäfer, Erdraupen und selbst große Exemplare von Nacktschnecken. Die zahnlosen Tiere schlingen ihren Fang im Ganzen hinunter.

Lebensraum von Kröten

Kröten bevorzugen eine schattige und feuchte Umgebung. So waren sie in alten Kellern ein häufiger und gern gesehener Gast, denn dort gab es reichlich Kellerasseln und andere Krabbeltiere. Im Garten gehen Erdkröten erst ab der Dämmerung auf Nahrungssuche. Tagsüber verbergen sie sich vor dem Austrocknen unter Steinen, Totholz, Gebüsch und Laub oder in Erdlöchern, feuchten Mauernischen und am Kompost.

So überwintern Kröten

Ab Ende September verkriechen sich die Tiere. Den Winter verbringen Amphibien wie Kröten, Unken, Laubfrösche oder Molche bevorzugt in einer trockenen Bodenmulde unter der Erde, wie zum Beispiel in einem Mauseloch oder Maulwurfsgang. So verschlafen sie die Wintermonate in einer regungslosen Starre.

Aufgeschichtete Laub- und Reisighaufen werden von Kröten gerne angenommen. Begehrt ist auch ein Platz am Kompost, zumal dort nach der Winterruhe gleich für die erste Schnecken-Mahlzeit gesorgt ist. Packen Sie am besten noch eine Schicht mit Laub darüber, dann kann der Winter kommen!

Wenn vorhanden, überwintern Kröten auch gerne im schlammigen Grund im Wasser. Für ein lebensgerechtes Biotop sollte der Boden aber nicht mit allzuviel Faulschlamm bedeckt sein. Damit der Teich im Winter nicht völlig zufriert und Amphibien im Wasser überleben, muss er mindestens 1 Meter tief sein. Schilfstängel im Uferbereich sorgen für lebenswichtigen Sauerstoff unter der Eisdecke.

Krötenwanderung im Frühjahr

Sobald es wärmer geworden ist, etwa ab Mitte Februar, machen sich Kröten auf ihre Wanderung zu dem Gewässer, wo sie aus dem Ei geschlüpft sind. Nur dieses eine Mal zur Fortpflanzung, gehen die Kröten baden. Nach ein paar Tagen treten sie wieder den Heimweg an.

Lichtschächte absichern

Kröten verirren sich auf der Suche nach einem geschützten Platz leider immer wieder in Lichtschächten und trockenen Kellern, wo sie verhungern und vertrocknen. Lichtschächte sollten deshalb wegen Kröten und anderem Getier immer mit engmaschigen Gitternetzen gesichert sein. Kellernischen kann man mit einer Sperre sichern, so dass sie sich nicht unbemerkt dort verstecken.

Kröten im Garten ansiedeln

In einem vielfältigen Naturgarten mit naturnahem Gartenteich bieten Sie Erdkröten und andere Amphibien ideale Lebensräume. Haben Sie ein wenig Geduld, die Tiere finden auch zu Ihnen!

 

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