Fit für draußen

Kübelpflanzen: Fit für draußen
Blattläuse an Oleander – Foto: Viktoria / stock.adobe.com

Kübelpflanzen haben die widrigen Bedingungen im Winterquartier überstanden. So werden sie für die Freilandsaison vorbereitet.

Jetzt zurückschneiden

Im Frühjahr ist der Zeitpunkt günstig für einen Rückschnitt. Dabei werden zu üppige Pflanzen ausgelichtet, in Form gebracht, kranke und abgestorbene Äste sowie lange und schwache Austriebe entfernt.

• Läuse, die gerne weiche Austriebe besiedeln, werden dabei gleich mit beseitigt.

• Lange, vergeilte Triebe schneiden Sie jetzt bis auf Stummel bzw. bis zu einem Blattpaar zurück.

Fuchsien und Geranien, aber auch Kletterpflanzen, wie Mandevilla, Kartoffelwein (Solanum jasminoides) oder Bleiwurz (Plumbago auriculata) sind wüchsig und verzweigen sich so noch besser.

Mediterrane können früher raus

Viele Vertreter der Mittelmeerflora bzw. der Subtropen wie Oliven, Lorbeer, Rosmarin, Oleander oder Hanfpalmen, danken ein möglichst frühes Aufstellen im Freien (Mitte März, April), am besten an einer geschützten Hauswand.

Allerdings sollte man dann unbedingt die Wettervorhersagen im Auge behalten. Bei nur leichten Frösten können die Pflanzen draußen stehen bleiben. Sinken die Temperaturen nur wenig unter Null, reicht eine Abdeckung aus Decken, Vlies oder Folien.

Frühjahr ist die Zeit zum Umtopfen

Auch für das von Zeit zu Zeit notwendige Umtopfen ist jetzt die geeignete Gelegenheit. Nicht jedes Jahr müssen die Kübelpflanzen umgetopft werden.

• Oft reicht es aus, den Ballen aus dem Topf zu nehmen, alte lose Erde zu entfernen und mit ein wenig frischem Substrat die Kübelpflanze wieder in denselben Topf zu pflanzen.

• Umzug: verwenden Sie einen Topf, der nur 2 bis 3 cm größer ist als der alte.

• Alte, kranke Wurzeln, die etwas brüchig und rissig sind, werden entfernt.

• Mit dem beginnenden Neuaustrieb benötigen die meisten Kübelpflanzen auch wieder mehr Wasser.

Befall mit Blattläusen

• Befallene Pflanzen mit einem scharfen Wasserstrahl abspritzen.

• Natürliche Mittel: Spritzbrühen aus Brennesseln, Rainfarn, Rhabarberblätter

• Härtere Abwehr: Pyrethrum-Mittel, Schmierseifen-Brühe

 

Text: Brigitte Goss, Bayerische Gartenakademie / LWG

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