Kübelpflanzen überwintern

Kübelpflanzen auf der Terrasse
Kübelpflanzen auf der Terrasse Foto: Rainer Sturm / pixelio.de

Häufige Probleme bei der Kübelpflanzen-Überwinterung.

Im Allgemeinen

Grundsätzlich sollten die Terrassenschönheiten solange wie möglich im Freien stehen bleiben.

Durch kürzer werdende Tage, sinkende Temperaturen und Einschränkung der Wasser- und Düngergaben gehen Triebwachstum und Blütenbildung zurück. So werden die Pflanzen auf eine Ruhephase eingestimmt und überstehen die Überwinterung am besten. Aber Vorsicht: einen Frostschaden nehmen viele Kübelpflanzen sehr übel.

Der Winterstandort

Das richtige Winterquartier ist die beste Voraussetzung für eine gelungene Überwinterung. Die wertvollen Gewächse müssen in geeigneten Räumlichkeiten untergebracht werden. Ihre Ansprüche können sehr unterschiedlich sein, doch ist den meisten Kübelpflanzen ein heller Ort um die 10 C gerade recht. Diese Bedingungen verlangen jedenfalls die Zitrusgewächse. Ihnen bekommt ein Winterquartier im Wohnzimmer meist schlecht.

Dagegen lassen sich Agaven, Palmen, Yucca, Papyrus, Bananen, Bougainvillea und Strelitzien in hellen, warmen Zimmern gut überwintern. Einige Laub abwerfende Pflanzen überleben die Wintermonate auch in kühlen Kellerräumen. Je dunkler der Standort ist, desto tiefer soll die Temperatur sein, damit die Pflanzen wirklich ruhen.

Es steht nur ein dunkler Raum zur Verfügung?

Fuchsien, Gewürzrinde, Bleiwurz sowie der Korallenstrauch (Erythrina) sind Pflanzen, die sich in dunklen Räumen überwintern lassen. Dabei fallen mit der Zeit die Blätter ab. Nur im Frühjahr sollten sie möglichst bald an einen hellen Ort gebracht werden, ansonsten wachsen lange, dünne, sparrige Triebe. Lichtmangel vertragen auch Dahlienknollen und die Rhizome des Indischen Blumenrohrs.

Die Pflegeanleitung

Enzianstrauch, Engelstrompeten, Geranien und Fuchsien werden vor dem Einräumen zurückgeschnitten. Falls es noch nicht geschehen ist, kann dies im Laufe des Winters immer noch durchgeführt werden. Der Rückschnitt spart Platz im Winterquartier und Schädlinge werden dadurch schon vorab reduziert.

Grundsätzlich sollte während der Winterruhe nur äußerst sparsam gegossen werden. Nasse, kalte Wurzelballen sind der häufigste Grund für den Tod der wertvollen Kübelpflanzen. Schädlinge wie Blattläuse, Schildläuse und Weiße Fliege setzen ihnen durch ihre Saugtätigkeit zu. Hinzu kommt die Ansiedelung von Schwärzepilzen durch die Honigtauausscheidungen. Kontrollieren Sie regelmäßig Ihre Pflanzen auf Schädlingsbefall.

Der Pflanzenschutz im Winter

Eine Bekämpfung der Schädlinge ist unerlässlich, weil die Kübelpflanzen bei starkem Befall nachhaltig geschädigt werden oder sogar zu Grunde gehen können. Empfehlenswert sind kaliseifen- oder ölhaltige Präparate, die zu den nützlingsschonenden Pflanzenschutzmitteln gehören.

Text: Brigitte Goss, Bayerische Gartenakademie
Foto: Rainer Sturm  / pixelio.de

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