Lang lebe der Weihnachtsstern!

Kurt F. Domnik  / pixelio.de
Kurt F. Domnik / pixelio.de

Im Januar landen viele Weihnachtssterne im Mülleimer – zu Unrecht!
 
Wenn Weihnachtssterne frühzeitig entsorgt werden, liegt es meist daran, dass ihre Grundbedürfnisse nicht berücksichtigt wurden. Die aus Mexiko stammende Pflanze liebt Licht und Wärme. In dunklen Ecken oder am zugigen Fenster läßt sie schnell ihre Blätter fallen. 
 
Weihnachtssterne (Euphorbia pulcherrima) schätzen gleichmäßig feuchte Erde und mögen es, wenn sie mit abgestandenem Wasser eingenebelt werden. Regelmäßige Gaben von Dünger sind erwünscht. 
 
Ein Leben nach der Blüte
 
Man schneidet sie im zeitigen Frühjahr zurück und topft sie in frische Erde um. Ein heller, nicht allzu warmer Standort ist ideal.
 
Den Sommer verbringen die Pflanzen am besten im Freien an einem sonnigen bis halbschattigen Platz, im besten im Schutz von Balkon oder Terrasse.
 
So behandelt, bereiten Weihnachtssterne ihren Besitzern viele Jahre lang Freude. 
 
So bilden sich neue Blüten

Weihnachtssterne sind Kurztagspflanzen, d.h. bei Tageslängen unter 12 Stunden bilden sie Blüten. In Gärtnereien werden deshalb die Weihnachtsterne im September und Oktober durch Abdecken mit schwarzer Folie 14 Stunden täglich verdunkelt, damit bis zum Dezember ihre prächtigen roten Hochblätter ausgefärbt sind.

 
Wenn Sie Ihren bereits vorhandenen Weihnachtsstern bis zum 24. Dezember wieder zur Blüte bringen wollen, muss ab September das Tageslicht reduziert werden. Für etwa 4 Wochen darf die Pflanze maximal 12 Stunden ans Licht. Schon eine Glühbirne oder ein Fernseher in der Nähe der Pflanze bringen diesen Vorgang aus dem Gleichgewicht. Nur völlige Dunkelheit zählt.

Sie lässt sich in unseren Breiten am besten dadurch erzielen, dass man täglich etwa zwischen 19 und 7.00 Uhr (12 Stunden Dunkelheit, 12 Stunden Tageslicht) einen großen Karton über den Weihnachtsstern stülpt oder die Pflanze in einen komplett dunklen Raum bringt, bzw. in einen Schrank stellt.

Wenn alles klappt, entwickelt der Weihnachtsstern bis Dezember wieder seine kleinen goldgelben Blüten und die roten Hochblätter, die allerdings nicht mehr so groß ausfallen, wie bei der vom Gärtner gekauften Pflanze.

In unseren Breiten werden die Pflanzen durch Lichtentzug so gesteuert, dass sie alle um die Weihnachtszeit blühen. Man könnte sie aber auch an Ostern oder an Allerheiligen erblühen lassen.

 
 
Foto: Kurt F. Domnik  / pixelio.de
 

 

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