Zwiebelblumen: Lust auf Duft?

Die jetzt in Töpfen angebotenen Zwiebelblumen mit ihren farbenfrohen Blüten duften herrlich nach Frühling.

Hyazinthen sind die bekanntesten duftenden Zwiebelblumen, aber auch einige Narzissen verströmen einen angenehmen Duft. Dieser ist schwächer als der der Hyazinthen und wird im satt blühenden Garten kaum wahrgenommen, als Topfpflanze aber entfaltet er seine ganze Wirkung.

Von der Nase ins Gehirn

Narzissen sind für viele der Inbegriff des Frühlings, weil sie bei den ersten Sonnenstrahlen draußen ganze Flächen fröhlich gelb färben. Weniger bekannt ist, dass einige Narzissen nicht nur den Augen, sondern auch der Nase schmeicheln.

Zu ihnen gehört zum Beispiel die Sorte ‚Baby Moon‘, die leuchtend gelb blüht und sofort Frühlingsgefühle verbreitet.
Eine andere duftende Sorte ist ‚Thalia‘ (schneeweiß), aus der Gruppe der Engelstränennarzissen (Narcissus triandrus). Sie schmückt sich mit zwei oder mehreren glockenförmigen Blüten, die nickend hängen. Ihre Hauptkrone ist elegant zurückgeschlagen.
Die Narzisse ‚Minnow‘ (gelb) wird nur etwa 15 Zentimeter hoch und sorgt – auf dem Frühstückstisch platziert – schon frühmorgens für gute Laune.

Denn Gerüche, egal ob angenehm oder nicht, wirken direkt aufs Gehirn. Ihre Wahrnehmung ist an das Gefühlszentrum gekoppelt und beeinflusst die Stimmung. Alles bestens, wenn es zuhause nach Sonne, Natur und Frühling, kurz: nach Blumen duftet!

Hyazinthen-Duft: Von intensiv bis dezent

Einige Hyazinthen, wie ‚Blue Star‘ oder ‚Delft Blue‘, haben einen so intensiven, unverwechselbaren Duft, dass schon eine einzelne Pflanze reicht, um einen ganzen Raum mit ihm zu füllen.

Dezenter duftende Sorten sind zum Beispiel ‚Anna Marie‘ (rosa) und ‚Splendid Cornelia‘ (rosa), nur schwach ist der Duft von ‚White Pearl‘, ‚Blue Pearl‘ sowie ‚Pink Pearl‘.

Exoten aus dem Osten 

Die Hyazinthe stammt ursprünglich aus dem östlichen Mittelmeergebiet und dem Nahen Osten, von wo sie sich dann in andere Länder ausbreitete. Sie avancierte als exotische Neuheit im 18. Jahrhundert zur Modeblume und zum teuer gehandelten Spekulationsobjekt.
In Deutschland, in den Niederlanden und in England entstanden viele neue Sorten. Ein wichtiges Zuchtgebiet lag vor den Toren Berlins, bevor sich die Stadt in der Mitte des 19. Jahrhunderts immer mehr ausbreitete und die Anbaufelder unter ihren Bauten begrub. Heute gibt es die opulente, betörende Blume in vielen Farben von Weiß über Blau bis Lila und – was viele gar nicht wissen – auch in verschiedenen Duftstärken.
Quelle: IZB
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