Marienglocken-Blume

Die typische Bauerngarten- Pflanze blüht zuverlässig und macht sowohl im Garten als auch in der Vase eine gute Figur.
 
Elfen ruhen sich gerne in den Blüten aus, Hummeln sammeln dort Pollen und Nektar. In Brautsträußen läuten die locker aufgereihten Blütenglocken den Festtag ein.
 
Die Marienglocken-Blume (Campanula medium) stammt aus Südeuropa und bewährt sich ausgezeichnet als Schnittblume. Das lateinische Wort Campanula bedeutet Glöckchen.
 
Im Gegensatz zu anderen Glockenblumen- Arten ist die Marienglocken- Blume keine Staude, die Jahr für Jahr im Frühjahr austreibt. Sie ist zweijährig, nach der Blüte stirbt sie ab. Selbst wenn man ihr erlaubt, Samen anzusetzen, zeigt sie wenig Neigung sich auszusäen.
 
Sofern sie ausreichend Wasser erhalten, blühen diese Glockenblumen im Garten zuverlässig. Holländische Schnittblumen- Produzenten kultivieren inzwischen einjährige ‘Muse’- Sorten in Rosa, Violett und Weiß, die es nicht als Saatgut, sondern nur im Blumenladen gibt. Sie halten 10–14 Tage in der Vase. In den Gärten läuten meist Prachtmischungen wie die Sorte ‘Glockenspiel’ (Pötschke) den Sommer ein.
 
Von der Aussaat bis zur Blüte
 
Marienglockenblume (Campanula medium), Glockenblumengewächs (Campanulaceae)
 
Standort: sonnig bis halbschattig; nährstoffreicher, frischer, lockerer Boden.
Säen: von Mai bis Juli ins Beet oder in Frühbeet-Kasten; nicht oder nur dünn mit Erde bedecken (Lichtkeimer), feucht halten. Die Samen keimen bei 13–15 °C innerhalb von 12–20 Tagen. Die Sämlinge vereinzeln (pikieren).
Pflanzen: im August, September die kräftigsten im Abstand von 35 x 35 cm (gruppenweise) auspflanzen; je nach Sorte werden die Pflanzen 50–120 cm hoch.
Pflegen: jäten, hacken, gießen. Bis zum Herbst bilden die Pflanzen eine kräftige Blattrosette. Bei starken Frösten diese mit Fichtenzweigen abdecken.
Düngen: im Frühjahr Kompost oder organischen Dünger geben, um das Wachstum anzukurbeln.
Schützen: junge Pflanzen durch Schnecken gefährdet; Blattläuse, Spinnmilben deuten auf Überdüngung oder falsche Standortwahl hin.
Blüte: ab Juni, die kräftigen Blütenstiele in windigen Lagen mit einem Stab stützen, damit sie nicht umknicken. Die Blühperiode verlängert deutlich, wer Verblühtes regelmäßig abzupft und die Samenbildung unterbindet.
Sorten: blau, violett, weiß und rosa blühend.
Beet-Partner: passt zu vielen Stauden und Sommerblumen wie Margerite, Rosen, Ziersalbei; macht auch im Kräuterbeet, als Wegbegleiter oder entlang von Zäunen eine gute Figur.
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