Süßer Honig vom eigenen Bienenvolk

Bienen zu halten ist nicht sehr zeit- und platzaufwändig, sie benötigen jedoch in der Vegetationszeit eine regelmäßige Betreuung. Das nötige Wissen lernt man im Imkerverein. 
 
 
 
Bienen halten darf jeder, einen Honig-Führerschein gibt es nicht. Trotzdem: Wer Hobby-Imker werden will, besucht am besten einen Einsteigerkurs bei einem Imkerverein, wird dort vielleicht sogar Mitglied.
 
Vereine vermitteln aktuelles Wissen und geben Tipps, wo Neuimker Zubehör oder Bienenvölker bekommen. Außerdem informiert man Nachbarn besser über das Vorhaben und überzeugt Skeptiker mit Gratis-Kostproben der ersten Honigernte.
 
Honigbienen sind keine Wildtiere, ihnen wurde ein sanftes Wesen angezüchtet. Gehen Menschen ruhig mit ihnen um, stechen sie nicht – vorausgesetzt sie sind satt und dem Stock geht es gut. Ganz ohne Stiche läuft ein Imkerleben dennoch selten ab. Deshalb empfehlen Fachleute, dass jeder Neuimker testen lässt, ob er unter einer Bienengift-Allergie leidet.
 
Der Start ins Imkerleben
 
Einschließlich Beuten (Bienenhäuser), Bienen-Völkern, Arbeitskleidung und Werkzeug kostet die Ausrüstung rund 1500 bis 2000 €. In der Regel beginnt man mit zwei bis drei Völkern. Wer nur ein Bienenvolk hält, kann einem schwachen Volk nicht mit Arbeiterbienen eines starken Volkes aushelfen und verliert es womöglich. Erfahrene Hobby-Imker besitzen im Durchschnitt acht Völker, die an zwei bis drei  verschiedenen Standorten stehen.
 
Auf 100 m² haben zwei Bienenvölker Platz, um das Flugloch herum brauchen die Bienen in einem Radius von 3 bis 5 m freien Luftraum, um ungestört aus- und einfliegen zu können. Sollen Bienenhäuser außerhalb des eigenen Grundstücks aufgestellt werden, muss die Genehmigung des Eigentümers eingeholt werden.
 
Zum Schleudern, Rühren und Abfüllen des Honigs benötigen Imker einen sauberen, leicht zu reinigenden Raum.
 
Die Arbeiten eines Hobbyimkers umfassen eine regelmäßige Kontrolle und Pflege der Völker – vom Frühling bis Herbst ein Mal pro Woche, im Winter alle 3 bis 4 Wochen – sowie die Honigernte 3 bis 4 Mal pro Jahr.
 
 
 
 
Fazit & Fakten
 
ERTRAG: 10 bis 50 kg Honig/Volk
 
FLÄCHE: 50 m²/Volk; ein sauberer Raum für die Honiggewinnung
 
ZEIT:   8 bis 10 Std./pro Volk und Jahr;
ein Kontrollgang pro Woche
Frühjahr: 1/2 Std./Volk;
Juni/Juli: 1/2 Std./ Volk und Woche;
Herbst (Einwinterung): 1 Std./Volk;
Winter: 1/2 Std./Volk;
Honigernte: jeweils 3 bis 4 Std./Volk
 
KOSTEN: 1500 bis 2 000 € für Grundausstattung und Bienenvölker
 
 
 
Foto:  Maja Dumat  / pixelio.de 
 
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