Mirabellen und Renekloden

Mirabellen und Renekloden
Mirabellen am Baum - Foto: Pictures news / stock.adobe.com

Sie gedeihen vor allem in geschützten Regionen Süddeutschlands.

Mirabellen und Renekloden gehören zur Familie der Pflaumen. Sie kommen ursprünglich aus Asien und werden heute vor allem in Frankreich angebaut.

Süß, saftig, aromatisch

Mirabellen sind kirschgroß und sattgelb gefärbt. Sie haben die perfekte Größe, um direkt in den Mund zu wandern und können mit ihrem süßen bis süß-säuerlichen Geschmack punkten.

Für die Weiterverarbeitung sind sie gut geeignet, da sich das Fruchtfleisch leicht vom Kern lösen lässt.

Übrigens: Mirabellen sind keine Marillen! Als Marillen werden in Österreich und Süddeutschland die Aprikosen bezeichnet.

Die Reneklode wurde nach der französischen Königin Claudia („Reine Claude“) benannt. Die Tochter von Ludwig XII hatte eine besondere Vorliebe für die Früchte. Die „Edelpflaumen“ sind nahezu rund mit einer Kerbe und können grün, gelb, aber auch rotgrün gefärbt sein.

Der Kern lässt sich nur schwer lösen, doch die Mühe lohnt sich: Renekloden haben ein leicht würziges Aroma und sind besonders saftig.

In der Küche

Beide Früchte schmecken wunderbar im Obstsalat, auch in Kombination mit Stachelbeeren, Brombeeren und Sauerkirschen. Sie sind gut für Kompott geeignet, da sie viel Saft enthalten und die Hitze gut vertragen.

Beim Backen ist es sinnvoll, Nüsse oder Paniermehl auf den Teig zu streuen. Das saugt die Feuchtigkeit auf, sodass der Kuchen nicht matschig wird.

Ganz einfach lässt sich das Obst einfrieren. Dafür die Früchte aufschneiden, entkernen, auf einem Blech leicht anfrieren und dann erst in einen Gefrierbeutel geben. So verhindert man das Aneinanderhaften der Hälften.

Unter den europäischen Pflaumen haben Mirabellen den höchsten Zuckergehalt, während Renekloden bei den Ballaststoffen vorn liegen. Beide Früchte enthalten unter anderem viel Vitamin C, Betacarotin und Kalium. Renekloden sind überdies reich an Eisen.

Text: Heike Kreutz, www.aid.de

Teilen