Mischkultur: Die drei Schwestern

Kürbis
Foto: LianeM/stock.adobe.com

Die drei Schwestern nennen die Ureinwohner Nordamerikas Mais, Bohne und Kürbis, die sie traditionell zusammen anbauten und damit die Fläche optimal nutzten. Aus diesen Gründen:

Der stämmige Mais überragt die Schwestern, er spendet Schatten und an seinem Stängel findet die Bohne Halt, deren Wurzeln helfen den Stickstoff-Vorrat im Boden aufzufüllen.

Der Kürbis fängt am Boden das Licht ein, das das Blätterdach über ihm durchlässt. Mit seinen großen Blättern bedeckt er die nackte Erde, er unterdrückt Wildkräuter und sorgt für feuchten Boden. Außerdem halten die mit stacheligen Härchen überzogenen Kürbisranken Waschbären davon ab, den Mais zu plündern und die Kolben zu ernten.

Forscher fanden heraus: Wächst der Mais zusammen mit seinen Schwestern auf dem Beet, liefert er deutlich höhere Erträge als alleinstehender Mais.

Die Früchte von Kürbis und Bohne sind eine willkommene Zugabe, ihre Ernte fällt im Vergleich weniger üppig aus. Der Mais war für die Ureinwohner die wichtigste Kultur, deshalb hatte er Vorrang. Würde man ihn weniger dicht säen, bekäme der Kürbis mehr Licht und er wäre derjenige, der die Spitzenerträge liefert.

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