Mit Rambler-Rosen hoch hinaus

Ramblerrose ‘Bobby James’
Bobby James, Foto: megakunstfoto/stock.adobe.com

Diese Rosen erobern Baumkronen und verleihen ihnen eine zweite Blüte im Juni. Sie zaubern eine märchenhafte Atmosphäre und sind dabei ausgesprochen pflegeleicht. Doch die Wuchskraft dieser Riesen braucht Platz zur Entfaltung.

Wer nach den Giganten im Rosensortiment sucht, wird unter den Ramblern fündig. Natürlich gibt es auch stattliche Strauchrosen, doch mit bis zu 10 m langen Trieben stellen einige vitale Kletterer den Höhenrekord auf. Von den steiferen Kletterrosen-Sorten unterscheiden sich Rambler (Schlinger) durch weichere, anschmiegsamere Triebe und sie entwickeln meist dicke Blütenbüschel. Neben schwachwüchsigeren Sorten, die auch Rosenbögen und Obelisken beranken, gibt es in dieser Rosengruppe vitale Riesen, die sich im Eiltempo dem Licht entgegen hangeln bis in sonnige Baumwipfel. Schling- oder Haftorgane, wie echte Kletterpflanzen, bilden sie nicht aus. Als Spreizklimmer verkeilen sie sich im Geäst oder haken sich mit meist reich bestachelten Zweigen in der Rinde von Bäumen fest.

Weiße Riesen für Bäume

Für hohe Bäume eignet sich nur eine Handvoll von Sorten. Diese Giganten blühen nur einmal, dafür aber überreich und sie entwickeln im Herbst oft zahlreiche Hagebutten, über die sich viele Vögel freuen. Sie vertragen halbschattige Standorte und erweisen sich generell als sehr robust und gesund. Die kräftigsten erreichen 10 m Höhe und mehr. Dazu gehören: ‘Bobbie James’, ‘Paul ́s Himalayan Musk’ und ‘Kiftsgate’. Neben diesen Spitzenreitern gibt es weitere, die zwar keine 10 m mehr erklimmen, aber noch immer das Potenzial haben, die Kronen mittlerer und kleiner Bäume zu erobern, etwa ‘Rambling Rector’, ‘Venusta Pendula’ sowie ‘Félicité et Perpétue’.

Wenig andere Farben

Wer nach anderen Blütenfarben sucht, findet kaum vergleichbar starkwüchsige Rambler. Mehr als 5 m hoch werden mitunter die karminrosa ‘Kiftsgate Violett’ und ‘American Pillar’ sowie die violette ‘Russeliana’. In warmem Rot kommt nur ‘Chevy Chase’ in Frage. In Gelb kratzt allenfalls ‘Easlea ́s Golden Rambler’ an der Fünfmetermarke.

So wird gepflanzt

Setzen Sie diese Wipfelstürmer nur an alte, eingewachsene Bäume. 30–40 cm Umfang sollte der Stamm schon messen. Halten Sie beim Pflanzen 80–100 cm Abstand zum Stamm. Das erleichtert der Rose das Anwachsen und verletzt nicht so viele Baumwurzeln beim Graben des Pflanzlochs. In windigen Lagen setzt man den Rambler am besten an die Windseite des Baumes, sodass jede Brise die Triebe ins Geäst drückt. Ansonsten pflanzt man an die Nordseite, damit die Rose der Sonne entgegenwächst. Ihre ersten Triebe bindet man an einer Aufstiegshilfe fest und im ersten Jahr gießt man bei trockenem Wetter gelegentlich. Hat der Rambler die Krone erreicht, macht er keine Arbeit mehr. Man kann ihn getrost sich selbst überlassen.

Mehr zu Rambler-Rosen lesen Sie in der Juni-Ausgabe von kraut&rüben. Jetzt am Kiosk oder hier …

Teilen