Mondkalender: Gärtnern nach dem Mond

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Als Erste hatte Maria Thun (1922 – 2012) durch zahlreiche Versuche festgestellt, dass durch die unterschiedliche Anziehungskraft des Mondes vier Elemente wirksam werden, welche vier Pflanzenorgane fördern:

Wärme     >>     Frucht
Erde         >>     Wurzel
Licht         >>     Blüte und Samen
Wasser     >>     Blatt

Beim Säen, Pflanzen und Pflegen sowie bei der Ernte richtet man sich nach den Organen, die man ernten will. Diese Phasen treten bei jeweils drei Sternzeichen auf, den sogenannten Trigonen. Sie wiederholen sich nach wenigen Tagen. Hat man mal einen günstigen Tag verpasst und sät zu einem „falschen“ Datum, so kann man dies ausgleichen, indem man danach die Pflanzen an den „richtigen“ Tagen pflanzt, pflegt und erntet.

In unserem Kalender sind die Pflanzengruppen durch Symbole gekennzeichnet.

Fruchttage  – Löwe, Widder, Schütze
Steht der Mond vor einem dieser Sternbilder, wird die Wärme auf der Erde begünstigt. Dies fördert die Fruchtbildung bei: Auberginen, Bohnen, Erbsen, Erdbeeren, Gurken, Kürbisse, Obstarten, Paprika, Tomaten, Zucchini.

Wurzeltage  –  Jungfrau, Stier, Steinbock
Günstig für Wurzelbildung bei: Kartoffeln, Möhren, Radies/Rettich, Rote Bete, Schwarzwurzeln, Sellerie, Zwiebeln.

Blüten- und Samentage  – Waage, Zwilling, Wassermann
Günstig für Blüten-und Samenbildung bei: Ein- und Zweijahrsblumen, Blütenstauden, blühende Zimmerpflanzen.

Blatttage  – Skorpion, Krebs, Fische
Günstig für Blattbildung bei: Endivien, Feldsalat, Fenchel, Kohlarten, Mangold, Porree, Salate aller Art, Spinat.

Unterschiede bei den Mondkalendern 

Eine Ursache unterschiedlicher Daten besteht unter anderem darin, dass sich einige Kalendermacher nach dem siderischen (astronomischen), andere nach dem synodischen (astrologischen) Mondlauf richten.

Während bei dem astrologischen Modell die Phasen, in denen der Mond vor einem Sternbild steht, gleich groß sind, stellt sie das astronomische Modell unterschiedlich groß dar. Die Ursache liegt in der Verschiebung der Erdachse in den letzten 2000 Jahren, die im astronomischen Modell berücksichtigt wird, während sie das astrologische Modell ignoriert.

Der synodische Mondrhythmus erstreckt sich innerhalb von 29,5 Tagen von einem Neumond zum nächsten. Der siderische Rhythmus umfasst den Mondlauf vom Sternbild „Schütze“ durch alle anderen Sternbilder, bis zum Ausgangspunkt. Es dauert nur 27,3 Tage. Somit ergibt sich zwischen beiden Mondläufen eine Differenz von 2,2 Tagen.

Die Mondkalender in kraut&rüben sowie im Gartenjahrbuch von Wolfram Franke richten sich nach dem siderischen Mondlauf, da er die aktuelle Situation im Kosmos darstellt.

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