Mulch punktet mehrfach

Mulch auf Gemüsebeet
Nadezha Pakhomova/stock.adobe.com

Das Bedecken der kahlen Erde zwischen den Gemüsepflanzen mit Rasenschnitt, Brennnesseln, Beinwell oder anderen leicht zersetzbaren Abfällen hat im Biogarten Tradition und viele Vorteile.

  • Es unterdrückt das Wachstum von Wildkräutern, fördert das Bodenleben und den Humusaufbau und damit die Bodenfruchtbarkeit.
  • Es sorgt außerdem für lockeren, feinkrümeligen Boden, schützt ihn vor Austrocknung und Verschlämmen durch heftigen Platzregen.
  • Auf gemulchten Böden verdunstet etwa ein Drittel weniger Wasser als auf unbedeckten. Natürlich sollte der Wasserspeicher gefüllt, die Erde mindestens bis in etwa 30 cm Tiefe mit Wasser vollgesogen sein, bevor man die Mulchschicht auflegt.
  • Sobald der dunkle Boden im Frühjahr aufgewärmt und noch winterfeucht ist, kann man die grüne Schicht ausbringen. Sie verhindert, dass in frostigen Mainächten Wärme verloren geht und in heißen Augustwochen der Boden stark aufgeheizt wird.
  • Zum Herbst hin, wenn die Nächte kälter werden, bleibt es unter dem grünen Mantel noch lange angenehm warm, und die letzten Salate oder Wintergemüse wachsen zügig weiter.
  • Dieser ausgleichende Effekt, sowohl was Erdfeuchte als auch Erdwärme betrifft, ist das größte Plus des Mulchens. Denn nur Gemüse und Salate, die stressfrei und gleichmäßig wachsen, liefern zarte Blätter und saftige Rüben.
  • Mulchen erspart dem Gärtner aber auch viel Arbeit, er muss weniger jäten, hacken und gießen. Wer Brennnesseln, Löwenzahn oder andere Wildkräuter zum Mulchen verwendet, sollte darauf achten, dass sie nicht blühen oder gar Samenstände besitzen. Andernfalls sind Salat, Kohlrabi oder Möhren bald von unzähligen jungen Wilden überwuchert.

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