Mulch und Schnecken

Schnecken verstecken sich nur zu gerne unter dem langsam vor sich hinwelkenden Material.
 
Andererseits finden auch Nützlinge wie Laufkäfer und Spinnen in einer lockeren Mulchdecke Unterschlupf.
 
Ganz frischer Mulch aus Unkräutern schmeckt Schnecken sogar so gut, dass sie die Gemüsepflanzen wenigstens eine Nacht lang in Ruhe lassen. Aber danach lockt der Duft von Verrottung die Schnecken aus der Umgebung an.
 
Mulch aus stark riechenden Kräutern wie Adlerfarn, Oregano, Lavendel, Rainfarn, Liebstöckl oder Wermut schreckt die Feinschmecker etwas ab.
 
Beete mit Aussaaten und Jungpflanzen bleiben zur Sicherheit erst einmal ungemulcht – solange, bis die Pflanzen fest genug sind, dass sie den Weichtieren nicht mehr schmecken. In schneckengeplagten Gärten kann das bedeuten, dass zum Beispiel Beete mit zartem Kopfsalat nie gemulcht werden.
 
Auch einige Schwächepilze fühlen sich im warm-feuchten Klima einer Mulchdecke pudelwohl.
 
Deshalb hält man zwischen Mulchschicht und Pflanzen immer einen Abstand von einigen Zentimetern frei.
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