Mulch und Schnecken

Mulch und Schnecken
Hier wurde um das eingerahmte Beet herum mit Hackschnitzel gemulcht - Foto: Elenathewise / stock.adobe.com

Mulchen hat im Garten viele Vorteile, doch wo es feucht ist, sind leider auch Schnecken. Was sollte man beim Mulchen beachten?

Schnecken und Mulchen – das Für und Wider

Schnecken verstecken sich nur zu gerne unter dem langsam vor sich hinwelkenden Material. Andererseits finden auch Nützlinge wie Laufkäfer und Spinnen in einer lockeren Mulchdecke Unterschlupf.

Ganz frischer Mulch aus Unkräutern schmeckt Schnecken sogar so gut, dass sie die Gemüsepflanzen wenigstens eine Nacht lang in Ruhe lassen. Aber danach lockt der Duft von Verrottung die Schnecken aus der Umgebung an.

Mulch aus stark riechenden Kräutern wie Adlerfarn, Oregano, Lavendel, Thymian, Rosmarin, Rainfarn, Liebstöckl oder Wermut schreckt die Feinschmecker etwas ab.

Beete mit Aussaaten und Jungpflanzen bleiben zur Sicherheit erst einmal ungemulcht – solange, bis die Pflanzen fest genug sind, dass sie den Weichtieren nicht mehr schmecken. In schneckengeplagten Gärten kann das bedeuten, dass zum Beispiel Beete mit zartem Kopfsalat nie gemulcht werden.

Gut geeignet zum Mulchen sind scharfkantige Holz-Hackschnitzel, die von Schnecken eher gemieden werden. Doch dieser Mulch entzieht dem Boden beim Zersetzen Nährstoffe (Stickstoff), was mit Hornspäne wieder ausgeglichen werden kann.

Eine gute Mulchmischung sind Hackschnitzeln mit getrocknetem Grasschnitt.

Auch trockenes, zerkleinertes Stroh ist für die weichen Kriecher nicht angenehm, doch Vorsicht, sie lieben es, sobald es feucht wird.

Manche Gärtner haben gute Erfahrungen mit den scharfkantigen Spänen von Chinaschilf (Miscanthus) gemacht, das es in ausgewählten Gartenmärkten zu kaufen gibt.

Da sich auch einige Schwächepilze im warm-feuchten Klima einer Mulchdecke wohl fühlen, hält man zwischen Mulchschicht und Pflanzen immer einen Abstand von einigen Zentimetern frei.

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