Mulchen im Gemüsegarten

Frau mulcht Paprika
Foto: kaliantye/stock.adobe.com

Mulchen hat bei vielen Gärtnern Tradition. Aber was bewirkt die Bodendecke aus Rasenschnitt und anderem Grünzeug eigentlich? 

Mulchen …

  • unterdrückt das Wachstum von Wildkräutern
  • fördert das Bodenleben
  • fördert den Humusaufbau
  • liefert lockeren, feinkrümeligen Boden
  • fördert die Bodenfruchtbarkeit
  • schützt den Boden vor Austrocknung
  • schützt den Boden vor Platzregen und Verschlämmen
  • sorgt für ausgeglichene Bodentemperatur
  • sorgt für zügiges Gemüse-Wachstum
  • stärkt die Abwehr der Pflanzen
  • erspart dem Gärtner Arbeit (hacken, gießen)

Saftige Wildkräuter

Liefert der Frühsommer ausreichend Regen und Wärme, kann man dem Unkraut beim Wachsen zusehen. Wer es als Mulch verwenden möchte, sollte es ausreißen, bevor es blüht oder gar Samen ansetzt. Andernfalls sind Erdbeeren, Salat oder Möhren bald von Franzosenkraut und anderen wilden Kräutern überwuchert. Wurzelunkräuter wie Quecke oder Giersch niemals als Mulch verwenden!

Lockt Mulch Schnecken an? 

Egal, ob Sie mit Stroh, Rasenschnitt, Unkraut, Liguster oder sonstigem Heckenschnitt mulchen – Schnecken nehmen diese feuchten Verstecke gerne an. Deshalb sollte man bereits im Frühjahr die Tiere ­konsequent absammeln. Hilfreich dabei sind Rhabarberblätter, die man zwischen den Gemüsepflanzen auslegt und jeden Tag ­kontrolliert, ob sich Schnecken darunter ­verkrochen haben. Sofern keine Wiese neben dem Gemüsegarten liegt, aus der neue Tiere zuwandern, bleibt das abgesammelte Beet schneckenfrei. Schnecken meiden Mulch aus Farn, Gerstenstroh, Lavendel, Rainfarn, Liebstöckl, Efeu, Wermut, Kapuzinerkresse und anderen stark duftenden Kräutern – zumindest so lange diese trocken sind.

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