Nester im Geäst

Gespinnstmotte - was tun?
Nester der Gespinstmotte - Foto: Christine Mall

Gespinste im Baum oder Strauch sind der Hinweis auf einen Parasiten. Was tun gegen die Gespinstmotte?

Die 2 bis 4 cm langen Raupen sind die Larven der Gespinstmotten (Yponomeuta). Sie erscheinen etwa ab Mai/Juni und fressen sich am Laub von Bäumen und Sträuchern satt, bevor sie sich Ende Juni in ihren Gespinsten verpuppen. Befallen von der Gespinnstmotte wird vor allem die Traubenkirsche, aber auch Weißdorn, Pfaffenhütchen, Pappeln, Weiden sowie Obstbäume (Apfel, Birne, Pflaumen) sind betroffen.

Ab Juli schlüpfen kleine weiße Falter mit schwarz gepunkteten Flügeln. Die legen ihre Eier für die nächste Saison in der Nähe von Knospen auf dünnen Zweigen ab und bedecken sie mit einem schnell trocknenden Sekret, das sie vor winterlicher Kälte schützt.

Frühzeitig handeln

Hobbygärtner sollten die Gespinste samt der Raupen so früh wie möglich aus der Baumkrone schneiden oder mit einem kräftigen Wasserstrahl von den Zweigen spülen.

In einem artenreichen Garten tragen Nützlinge (z.B. Schlupfwespen, Raubwanzen) und natürliche Feinde (Gartenvögel, z.B. Meisen) dazu bei, dass die Motten und ihre Raupen nicht überhand nehmen.

Während die meisten Gehölze wieder austreiben, zeigt sich der Schaden überwiegend bei den Obstbäumen, da deren Ertrag deutlich geringer ausfallen kann.

Eine Portion organischer Volldünger erleichtert den Gehölzen einen neuen Austrieb bis zum Herbst.

Gespinstmotte vorbeugen

An betroffenen Bäumen und Sträuchern können Sie im Winter die Eigelege der Insekten abkratzen. Befallene Blätter werden im Frühjahr rechtzeitig entsorgt.

 

 

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