Niem schützt Pflanzen gegen Schädlinge

Niem schützt Pflanzen gegen Schädlinge
In den olivenähnlichen Früchten stecken die ölhaltigen Samen - Foto: Unclesam - Fotolia.com - Foto: Unclesam - Fotolia.com

Präparate auf Niem-Basis (auch Neem) wirken zuverlässig. Sie verbessern den Boden und schützen die Pflanzen. So wird Niem verwendet.

Die Wirkstoffe stammen vom Niembaum (Azadirachta indica), einem tropischen Baum, der in seiner Heimat seit Urzeiten auf vielfältige Weise genutzt und als „Heilspender“ bezeichnet wird.

Niem schützt und verbessert

• Niem-Presskuchen wird aus geschältem und entöltem Niemsamen gewonnen. Eingearbeitet in den Boden beeinflusst er das Artenspektrum der Bodenorganismen positiv und verbessert die die Verfügbarkeit der Nährstoffe.

• Viele Schadinsekten meiden mit Niem behandelte Gewächse für ihre Eiablage und legen weniger Eier, nachdem sie von „Niem-Pflanzen“ gefressen haben.

• Im Boden lebende Insekten wie Engerlinge sowie die Larven von Trauermücken oder Dickmaulrüsslern werden auf natürliche Weise an der Ausbreitung gehindert.

• Auch das Schlüpfen der Nematoden aus den Eigelegen (Zysten) wird deutlich reduziert.

• Schnecken
meiden ebenfalls Böden, die nach Niem duften, sofern man den Presskuchen zweimal jährlich in die Beete einarbeitet.

• Besonders effizient ist Presskuchen bei Neusaaten, da Keimlinge und junge Pflanzen viele der Niemstoffe über die Wurzeln aufnehmen und somit in den ersten Wochen optimal versorgt sind. Bei Neusaaten gibt man 10 g pro kg Erde, bei älteren Pflanzen etwa 50 g pro kg Erde.

• Niem-Presskuchen sollte gründlich mit Erde vermischt und eingearbeitet werden. Er ist sehr sparsam im Gebrauch. Eine zu hohe Dosierung kann zur Entwicklung von Schimmelpilzen an der Erdoberfläche führen.

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