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Niem schützt Pflanzen gegen Schädlinge

Produkte mit Niem – auch Neem genannt – wirken zuverlässig. Sie schützen Pflanzen und verbessern den Boden. So können Sie Niem im Garten verwenden.

Niem schützt Pflanzen gegen Schädlinge
Die Samen des Niembaums enthalten einen Stoff, der Schädlinge abwehrt.

Die Wirkstoffe stammen vom Niembaum (Azadirachta indica), einem tropischen Baum, der in seiner Heimat seit Urzeiten auf vielfältige Weise genutzt und als Heilspender bezeichnet wird.

Neem-Presskuchen wird aus geschältem und entöltem Neemsamen gewonnen. Diese bleiben bei der Produktion des Neemöls als Nebenprodukt übrig. Die kalt ausgepresste Neemsamen-Pressrückstände werden zu Pulver oder Granulat  gemahlen. Dieses lässt sich sehr gut in den Boden einarbeiten. Dort wird das Artenspektrum der Bodenorganismen positiv beeinflusst und es verbessert die Verfügbarkeit von Nährstoffen. Es ist aber auch ein guter organischer Dünger. Dafür kann es auch pur verwendet werden. Neem-Presskuchen sollte gründlich mit Erde vermischt und eingearbeitet werden. Es sollte aber sparsam genutzt werden. Denn eine zu hohe Dosierung kann zur Entwicklung von Schimmelpilzen an der Erdoberfläche führen. Besonders effizient ist der Einsatz des Presskuchens bei Jungpflanzen, da diese viele der Neem-Wirkstoffe über die Wurzeln aufnehmen und somit in den ersten Wochen optimal versorgt sind. Dazu gibt man 10 g pro kg Erde, bei älteren Pflanzen etwa 50 g pro kg Erde.

Der kraut&rüben Tipp:

Neem-Presskuchen kann auch zum Mischen vom eigenen Dünger verwendet werden. Der Presskuchen sollte dabei ein Fünftel der Mischung ausmachen. Die restlichen vier Fünftel können je nach Belieben zusammen gemischt werden.

Zitat

Ein zusätzlicher Vorteil: Viele Schadinsekten meiden mit Niem behandelte Gewächse für ihre Eiablage und legen weniger Eier, nachdem sie von den behandelten Pflanzen gefressen haben. Im Boden lebende Insekten wie Engerlinge sowie die Larven von Trauermücken oder Dickmaulrüsslern werden auf natürliche Weise an der Ausbreitung gehindert. Auch das Schlüpfen der Nematoden aus den Eigelegen (Zysten) wird deutlich reduziert. Sogar Schnecken meiden Böden, die nach Niem duften. Dies erreichen Sie, indem Sie den Presskuchen zweimal jährlich in die Beete einarbeiten. Aber zu diesem Zweck wird auch Neemöl eingesetzt.

Neemöl ist das Schädlingsbekämpfungsmittel der Bio-Gärtner. Es hilft gegen schädliche Käfer, Raupen, Läuse und Spinnmilben. Dabei gefährdet es aber keine Nützlinge. Denn das Öl sorgt dafür, dass die Schädlinge weniger fressen. Nach einigen Tagen reduziert sich somit der Schädlingsbefall. Zudem kann Neemöl auch gegen Mehltau eingesetzt werden. Fängt der Mehltau bereits an oder ist der Schädlingsbefall sehr stark, dann wird das Öl verdünnt auf die Blätter gespritzt. Wie Sie das Öl verdünnen müssen, finden Sie meist auf der Flasche. Ist der Schädlingsbefall noch ganz am Anfang oder noch gar nicht vorhanden, dann können Sie mit Niem/Neem auch vorbeugen. Dazu geben Sie einfach ein paar Milliliter (je nach Verdünnung des gekauften Neemöls) mit ins Gießwasser. Dabei stärkt es auch die Pflanze über die Wurzeln.

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