Obstbaumkrebs

An Ästen schnürt sich die Rinde unter Ausbildung konzentrischer Ringe ein und reißt auf. Die Schadstelle wird wulstartig überwuchert. panthermedia.net / Joerg. Mikus
An Ästen schnürt sich die Rinde unter Ausbildung konzentrischer Ringe ein und reißt auf. Die Schadstelle wird wulstartig überwuchert. panthermedia.net / Joerg. Mikus

Wuchert an dicken Ästen oder am Stamm von Apfel- oder Birnbäumen wulstiges Gewebe, sind sie wahrscheinlich vom Erreger des Obstbaumkrebses (Nectria galligena) befallen.
 
Der Pilz breitet sich vor allem bei feuchtem Wetter im Spätwinter oder im Herbst aus. Er dringt über (Schnitt)Wunden, Frostrisse und sogar die Narben abgefallener Blätter in das Holz ein. Dort frisst er sich durch Rinde und Leitbahnen und behindert den Wasser- sowie Nährstofftransport im Ast oder Stamm.
 
Junge Triebe vertrocknen oberhalb der befallenen Stelle.
 
Mit den Geschwüren versucht der Baum die offenen Krebswunden zu überwallen.
 
Was tun?
 
▶ Pflanzen Sie – vor allem in feuchten Regionen – keine anfälligen Sorten!
 
Als besonders gefährdet gelten:
 
‘Cox Orange’, ‘McIntosh’, ‘Berlepsch’, ‘Jonagold’, ‘Klarapfel’, ‘James Grieve’
 
 
▶ Versorgen Sie größere Schnittwunden mit Wundverschluss-Mittel.
 
▶ Schützen Sie Baumstämme im Winter mit einem Lehmanstrich vor Frostrissen.
 
▶ Frische Krebswunden schneiden Sie bis ins gesunde Holz heraus.
 
▶ Stark befallene Äste schneiden Sie mindestens 15 cm unterhalb der Wunde ab.
 
▶ Entsorgen Sie krankes Gewebe im Hausmüll oder verbrennen Sie es.
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