Olivenbäumchen und keine Oliven

Im zeitigen Frühjahr bilden sich hübsche Blütentrauben. iStockphoto.com / assalve
Im zeitigen Frühjahr bilden sich hübsche Blütentrauben. iStockphoto.com / assalve

Woran liegt es, wenn es mit der Olivenernte auf der Terrasse einfach nicht klappen will?
 

Blüte im Frühjahr – Früchte im Winter

Von April bis Mai bilden Olivenbäume Trauben von weißen Blüten – aber nur dann, wenn sie bei Temperaturen um 0°C überwintert wurden.
 
Doch selbst nach der üppigen Blüte bleibt der Erntesegen häufig aus.
 
Damit Oliven fruchten, werden zwei Olivenpflanzen benötigt. Der zweite Baum, der zur gleichen Zeit blühen sollte, spendet den fruchtbaren Pollen zur Befruchtung. Allerdings sollten Sie nachhelfen. Greifen Sie zu einem Pinsel und übertragen Sie die Pollen von einer Pflanze zur anderen.

Selbstfruchtende Sorten?

Olivenbäumchen können Sie mittlerweile in jedem Supermarkt oder Baumarkt kaufen. Doch hier können Sie die Sorten meist nicht eindeutig feststellen. Selbstfruchtende Oliven zu finden, grenzt fast an Detektivarbeit.
 
Die Olivensorten ‚Leccino‘ und ‚Frantoio‘ werden als selbstfruchtend angeboten. Sie tragen als Einzelpflanze aber meist nur wenige Oliven. ‚Cailletier‘ und ‚Aglandou‘ sind tatsächlich selbstfruchtend. Diese Sorten wachsen wiederum zu sparrig und ungleichmäßig. Zudem gilt auch für diese selbstfruchtenden Sorten, dass sie erst dann üppig Früchte tragen, wenn sie von einer zweiten Olive befruchtet werden.

Wasser und Temperatur


Oliven im Kübel vertragen Temperaturen bis an den Gefrierpunkt. Aber im Sommer sollten sie so warm und sonnig wie möglich stehen. In ihrer Heimat überstehen Oliven lange Trockenperioden. Deshalb sollten Sie die Oliven nicht zu nass halten aber auch nicht austrocknen lassen. Von November bis März stehen die Immergrünen an einem hellen Überwinterungsplatz bei Temperaturen von 0°C bis 5°C. Gießen Sie dort nur sehr sparsam.

Erde


Oliven können bis zu zwei Jahre im gleichen Topf und Substrat stehen. Wechseln Sie aber jedes Frühjahr die Erde, dann bleiben die Olivenpflanzen vitaler. Nehmen Sie dazu die Pflanze aus dem Topf, entfernen Sie die lose Erde und schneiden Sie die Wurzeln etwas zurück.
 
Wie viele mediterrane Pflanzen benötigen auch die Oliven ein durchlässiges Substrat. Die Veitshöchheimer Gartenexperten empfehlen, hochwertige Kübelpflanzenerde zu verwenden. Sie können sich die Erde auch selbst mischen, in dem Sie ein Drittel Lavagestein oder Blähtonsplitt unter gute Blumenerde mischen. Nehmen Sie wieder den gleichen Topf beziehungsweise die gleiche Topfgröße, denn Oliven benötigen nur einen kleinen Standraum.
 
Quelle: Bayerische Gartenakademie
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