Paprika im Freiland 

Foto: E. Melzer

Paprika gedeihen auch im Freiland prächtig und bringen reichlich Ertrag. Das erfährt Rita Lichtenegger jedes Jahr erneut.

20 verschiedene samenfeste Paprikasorten beherbergt die Sortensammlerin in ihrem Garten nördlich von München. Zu ihren Lieblingssorten gehören die gelbe ‘Marconi Golden’, die ‘Lila Paprika’, die orange ‘Barguzin’, die weiße ‘Apfelpaprika’, die violette ‘Purple Beauty’ sowie die braune ‘Chocolate Bell’ .

Zeit für die Anzucht

Anfang bis Mitte März säht die Gärtnerin das ausgewählte Saatgut in keimfreie Aussaaterde. Bei 24 °C dauert es 5–15 Tage bis die Samen keimen und im Vierblattstadium pikiert werden können. Die jungen Pflänzchen bleiben im Anzuchtgewächshaus, bis sie Ende Mai mit 30 cm Abstand ins Freiland gepflanzt werden. Anfangs einmal täglich gießen, später alle zwei Tage!

Achtung bei Spätfrösten

Kündigen sich Nachtfröste an, heißt es, die Schützlinge mit einem Vlies zu schützen. Der Juni entscheidet, wie reichlich die Ernte ausfällt. Fällt die Schafskälte wie 2017 aus, dann wachsen sie umso üppiger. Die erste Blüte (Königsblüte) sollte man abknipsen, rät Rita Lichtenegger, weil diese das Wachstum der nachfolgenden hemmt.

Saatgut gewinnen

Von Paprika Saatgut zu gewinnen ist kinderleicht: Paprika aufschneiden, Samen herausholen, Samen trocknen, dunkel und kühl lagern, fertig! Aber man sollte unbedingt wissen in welcher Farbe die jeweilige Sorte abreift, denn reif müssen die Samen sein, will man sie als Saatgut nutzen. Viele Paprikasorten wechseln ihre Farbe während des Wachstums von Grün auf Gelb, Orange oder Braun, von Cremeweiß auf Violett und Rot. Aber das ist eben auch das Besondere an Paprika.

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