Die Holzwespe

Die Holzwespe - Foto Kiefer / panthermedia.net

Nicht alle Parasiten kommen ungestraft davon.

Parasiten sind keine freundlichen Gesellen. Sie nisten sich an oder in ihrem Wirt ein und fressen ihn langsam auf. Aber nicht alle kommen ungestraft davon.

Manche fallen ihrerseits Parasiten zum Opfer. Etwa die Holzwespe.

Während sie als Larve genüsslich im Inneren eines Baumstamms Holz kaut, kann es passieren, dass eine Schlupfwespe von außen mit ihren Fühlern den Stamm abtastet. Spürt sie die Essgeräusche der Holzwespen-Larve, bohrt sie ihren Legebohrer mehrere Zentimeter durch das Holz und legt ein Ei in der Larve ab. Die bekommt davon kaum etwas mit und entwickelt sich noch eine ganze Weile weiter, bis die Schlupfwespen-Larve beginnt, lebenswichtige Organe zu fressen.

So weit kommt es aber nicht, wenn obendrein ein drittes Tier mitmischt: eine weitere Schlupfwespenart, die vom Bohrloch der ersten Wespe profitiert. Sobald diese wegfliegt platziert die zweite Wespe ihr eigenes Ei ebenfalls an der Holzwespen-Larve.

Diese Dreiecksbeziehung überlebt am Schluss nur eine: Die zweite Schlupfwespen-Larve.

Foto: ich  / pixelio.de

Teilen