Pfingstrosen

Eine Leserin fragt:  „Warum blüht meine Pfingstrose nicht?“
 
„Vor drei Jahren habe ich mir eine Pfingstrose in den Garten geholt. Den Ableger habe ich mir von einer alten Bäuerin erbettelt. Bei ihr blüht die Pfingstrose atemberaubend schön, bei mir tut sich gar nichts. Die Pflanze hat nur Blätter. Woran kann das liegen?“
 
kraut&rüben antwortet:
 
Die Bauern-Pfingstrose (Paeonia officinalis) stammt aus dem Mittelmeerraum.
 
Benediktiner-Mönche brachten sie mit über die Alpen und pflanzten sie in ihren Klostergärten, von wo aus die pflegeleichte Staude mit den attraktiven Blüten schnell ihren Weg in die Bauerngärten fand.
 
Je nach Sorte blüht sie ab Mai bis Ende Juni. Wenn sie das nicht tut, kann das verschiedene Ursachen haben.
 
Gründe, warum Pfingstrosen nicht blühen:
  • Die Pflanze ist noch zu klein. Manchmal dauert es 2 bis 3 Jahre, bis die junge Pfingstrose in Blühstimmung kommt.
  • Frost hat die Blütenknospen zerstört. Das ist in unseren Breiten aber mittlerweile eher unwahrscheinlich.
  • Die Pflanze wurde zu nahe an Büsche oder Bäume gepflanzt, ihr fehlen Licht und Nährstoffe.
  • Ihr Standort ist zu karg und trocken. Sie bevorzugt nährstoffreichen, lockeren Boden.
  • Die Pfingstrose wurde zu tief gesetzt. Den jungen Wurzelstock mit den Knospen pflanzt man so, dass diese nur 3 bis 4 cm mit Erde bedeckt sind.
Zu tiefes Setzen ist die häufigste Ursache, wieso die ansonsten pflegeleichten, langlebigen und unkomplizierten Pfingstrosen die Blüte verweigern.
 
 
Foto: Juana Kreßner  / pixelio.de 
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