Steckbrief Mini-Kiwis

Mini-Kiwis
Foto: Andreas Fischer/stock.adobe.com

Lange waren winterharte Mini-Kiwis (Actinidia arguta) im Beerengarten eine Randerscheinung. Diese Zeiten sind vorbei. Das liegt zum einen an ihrem unkomplizierten Wesen, vor allem aber an immer neuen, noch köstlicheren Sorten.

Mini-Kiwi-Steckbrief

Heimat: kalte Regionen Asiens (Himalaya, Sibirien)

Wuchs: linkswindende Schlingpflanze

Erziehung: am Klettergerüst, Drahtzaun, Holzspalier; Höhe 2–3 m

Austrieb: im März; Frühjahrstriebe sind frostgefährdet; die Pflanze treibt allerdings neu durch; Blüten entstehen nur an Frühjahrstrieben

Blüte: spät, Ende Mai bis Juni; zweihäusig, es gibt männliche und weibliche Pflanzen

Bestäubung: durch (Wild-)Bienen, Hummeln und Wind

Standort: lichter Schatten, halbsonnig bis sonnig, windgeschützt

Boden: humos, luftig locker, leicht sauer, die Erde sollte nie austrocknen

Abstand: zwischen den Pflanzen 2 m,
1 männliche Pflanze versorgt 5–7 weibliche mit Pollen

Temperatur: verträgt Frost bis –30 °C, mag keine pralle Hitze

Pflege: mulchen, im Frühjahr mit Kompost düngen; bei jungen Pflanzen Triebe locker an Kletterhilfe anbinden

Schnitt: im Frühjahr abgestorbene Triebe entfernen; ältere Pflanzen auslichten

Pflanzenschutz: widerstandsfähig gegen Krankheiten und Schädlinge

Früchte: reifen je nach Sorte ab Ende September, Anfang Oktober, etwa stachelbeergroß, glattschalig

Geschmack: wildfruchtig, feigenähnlich mit einem Hauch Stachelbeere

Ertrag: ab dem 3. Jahr nach der Pflanzung, bis 5 kg Früchte/Pflanze

Verwendung: Verzehr roh mit Schale (sie lässt sich aber auch leicht abziehen), gekocht als Marmelade, Kompott, Kuchenbelag, Saft …

Inhaltsstoffe: Vitamin C (200–400 mg%), Mineralstoffe (Calcium, Kalium, Eisen)

Sorten: ‘Maki’, ‘Issai’, ‘Ken’s Red’, ‘Weiki’, ‘Fresh Jumbo’, ‘Red Jumbo’, ‘Julia’; männliche: ‘Nostino’

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