Pflegeleichte Zitrusbäumchen

Kumquat in Kübeln
Kumquat • Foto: ChiccoDodiFC/stock.adobe.com

Zitruspflanzen verleihen Balkon und Terrasse mediterranes Flair und erfordern keinen allzu großen Pflegeaufwand. Diese Arten machen sich gut im Kübel.

Kommt es Ihnen auf den dekorativen Aspekt und Blütenduft an, dann ist die Calamondin (Citrus madurensis) die Pflanze der Wahl. Die Kreuzung aus Man­darine und Kumquat ist das „Orangen­bäumchen“ für den Anfänger. Es bleibt klein mit einer adretten runden Krone, rund ums Jahr erscheinen duftende weiße Blüten. Die Mini-Orangen schmecken zwar säuerlich-bitter, aber man kann ihre Schalen verwenden und Marmelade, Saft oder kandierte Leckereien aus ihnen bereiten. Die Pflanzen sind robust und vertragen auch im Winter warme Räume!

Ebenso hübsch ist Chinotto (C. myrtifolia), ein Busch mit kleinen, spitzen Blättern, der extrem langsam wächst. Die Blüten duften überwältigend und die runden orangefarbigen Früchtchen bleiben bis zu zwei Jahre lang an der Pflanze hängen. Sie sind sauer und bitter, die Englän­der kochen auch aus ihnen die berühmte Marmelade. Chinotto ist sehr großzügig, was Temperaturen angeht: + 40 °C duldet er ebenso wie leichten Frost.

Zitronatzitronen oder Zedrate (C. medica)  sind langsam wachsende Sträucher mit großen, gelben, zitronen- oder walzenförmigen Früchten. Ihre Schale ist dick und warzig, das Frucht­fleisch säuerlich bitter.

Die verrückteste Zitrusfrucht dürfte wohl ‘Buddhas Hand’ (C. m. var. sarcodactylus) sein: Die Fruchtsegmente sind einzeln von Schale umschlossen und wirken wie ­Fin­ger. Die außergewöhnliche Frucht wird in China bei buddhistischen Zeremonien eingesetzt. Wenn Zedrate einen warmen Platz mit hoher Luftfeuchtigkeit bekommen, sind sie dankbare Kübelpflanzen.

Kumquat (Fotunella spec.) sehen als Hoch­stämmchen sehr dekorativ aus, und die kleinen, je nach Art ovalen oder runden Früchtchen schmecken herrlich süß –wenn man von dem leicht bitteren „Kick“ der dünnen Schale einmal absieht, die ja mitgegessen wird. Kumquat wachsen langsam. Sie blühen oft nur alle zwei Jahre.

Mit einem Zitronenbaum (C. limon) im Topf sind Sie endgültig beim Obstanbau angelangt. Die starkwachsenden Büsche lassen sich am besten an einem Spalier unter beherztem Einsatz der Schere (Vorsicht Dornen!) bändigen. Sie blühen und fruchten jedes Jahr anstandslos. Es gibt viele Zitronensorten – die natürliche Hybride aus Orange und Zitrone, ‘Meyers Lemon’ bleibt relativ klein und verträgt im Winter mehr Kälte als echte Zitronen. Ihre kaisergelben Früchte schmecken ­typisch zitronig – mit relativ milder Säure.

Mandarinen und Clementinen (C. reticulata, C. deliciosa) sehen mit ihren ­schmalen dunkelgrünen Blättern, den ­intensiv duftenden Blüten und den orangefarbigen Früchten das ganze Jahr über toll aus. Mandarinen besitzen Kerne und ein ­ausgeprägtes Mandarinen-Aroma.

Clemen­tinen sind kernlos, schmecken ­süßer als Mandarinen, aber nicht ganz so intensiv. Satsumas (C. unshiu), eine Mutation der Mandarine, schmecken ­dagegen eher fad.

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