Pilzerkrankungen im Garten vorbeugen

Pilzerkrankungen im Garten vorbeugen
Mehltau an Kürbis - wer rechtzeitig handelt, kann solche Erkrankungen vermeiden. - Foto: iztverichka / stock.adobe.com

Wenn es feucht und warm ist, steigt die Gefahr von Pilzerkrankungen im Garten. Mit diesen Methoden und Mitteln beugen Sie vor.

Pilzkrankheiten an Gartenpflanzen

Flecken, ein weißer oder grauer Belag an den Blättern deuten oft auf einen Befall mit Pilzen hin. Wer rechtzeitig handelt, kann den Schaden begrenzen, oder sogar verhindern.

Echter und falscher Mehltau, Grauschimmel, Kraut- und Braunfäule, Sternrußtau, Rost oder die Schrotschusskrankheit sind nur einige davon.

Handeln Sie rechtzeitig! Bei zu langer Wartezeit kann der eingetretene Schaden in vielen Fällen nicht mehr repariert werden.

Pilzkrankheiten vorbeugen

Tomaten: Regenschutz anbringen und die unteren Blätter zur Vorbeugung der Kraut- und Braunfäule entfernen.

Gießen Sie die Pflanzen von unten und niemals über die Blätter!

Gießen Sie besser am Morgen als am Abend, da es morgens schneller abtrocknet.

Pflanzen Sie nicht zu eng und lichten Sie dichte Sträucher aus, denn gute Durchlüftung fördert ein schnelles Abtrocknen.

Mit Pflanzenstärkungsmitteln vorbeugen

Pflanzenstärkungsmittel erhöhen die Widerstandskraft der Pflanze. Damit können Sie alle Kulturen im Garten behandeln und müssen keine Wartezeit beachten!

Sie müssen mehrfach und vor der Pilzinfektion angewandt werden: Beginnen Sie deshalb frühzeitig mit den Behandlungen – schon bevor Symptome einer Pilzkrankheit zu sehen sind!

Setzen Sie das Präparat regelmäßig während der kritischen Infektionszeit alle 10 bis 12 Tage gemäß den Herstellerangaben ein.

Achten Sie auf eine gute Benetzung aller Pflanzenteile (tropfnass spritzen)

Biologische Pflanzenstärkungsmittel gegen Pilzkrankheiten gibt es beispielsweise von:

Oscorna (Bio-S, Pilzvorbeuge)
Compo (Milsana)
Neudorff (Neudo-Vital)
Snoek (Ackerschachtelhalm-Extrakt Composition)
Schacht (Ackerschachtelhalm in Pulverform)

Kräuterbrühe gegen Pilze zum selber machen

Ackerschachtelhalm-Brühe

1 kg frische oder 150 g getrocknete Pflanzen (z.B. von Fa. Schacht) werden 24 Stunden in 10 Liter Wasser eingeweicht.

Am nächsten Tag lässt man die Brühe etwa eine halbe Stunde lang leise köcheln. Dann abkühlen lassen und später durchsieben.

Diese Brühe wird vor dem Ausspritzen mit der 5fachen Menge Wasser verdünnt.

Sie ist stark kieselsäurehaltig und wirkt vor allem vorbeugend gegen Pilzkrankheiten.

Spritzen Sie Schachtelhalm bei trockenem Wetter, an sonnigen Tagen. Die vorbeugende Wirkung ist am stärksten, wenn die Spritzungen von Frühling bis zum Sommer regelmäßig wiederholt werden.

Bei akuter Gefährdung durch rasch um sich greifende Pilzinfektionen muss Schachtelhalm-Brühe 3 Tage hintereinander angewendet werden.

Brennessel-Jauche und Schachtelhalm-Brühe können gemischt und gemeinsam versprüht werden.

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