Prämie für verdiente Pomologen

Alte Obstsorten
Alter Obstgarten - Foto: xalanx / stock.adobe.com

Den Oberdiek-Preis erhalten Menschen, die sich auf besondere Weise für den Erhalt von alten Obstsorten einsetzen.

 

Aus den Obstgärten verschwinden zunehmend die Sorten unserer Kindheit – wunderbare Äpfel, Birnen und Pflaumen, von unseren Vorfahren oft seit Jahrhunderten genutzt. Dabei wäre es so wichtig, die genetische Vielfalt zu erhalten, denn mit den alten Sorten verschwinden auch besondere Eigenschaften, zum Beispiel Resistenzen gegen Krankheiten, ebenso Sorten, die an ihre Region optimal angepasst sind.

Der Pomologen-Verein e.V. setzt sich für den Erhalt dieses besonderen kulturellen Erbes mit diversen Aktivitäten ein, zum Beispiel mit Fachtagungen, Exkursionen, Seminaren zur Sortenbestimmung und Obstbaumpflege, mit Obstausstellungen sowie dem Aufbau einer Obst-Datenbank.

Oberdieck-Preis

Als besondere Aktion findet einmal im Jahr die Verleihung des Oberdieck-Preises statt, benannt nach Johann Georg Conrad Oberdieck (1794-1880), einem der bedeutendsten deutschen Pomologen des 19. Jahrhunderts. Der Preis ist mit 1500 Euro dotiert und wird vom Hessischen Ministerium für Umwelt, ländlichen Raum und Verbraucherschutz unterstützt.

Preiswürdig sind Projekte, wissenschaftliche Arbeiten oder auch das Lebenswerk eines Einzelnen, die zur Erhaltung der Vielfalt alter Obstsorten in Deutschland beitragen und beispielgebend die Bewahrung der Vielfalt durch persönlichen Einsatz, vorausschauende Planung und kooperative Zusammenarbeit demonstrieren.

Ebenfalls preiswürdig sind Personen, die verschollene Sorten wiederentdeckt, sich um Klärung der Sortenechtheit bemüht und die Erhaltung der Sorte veranlasst haben. Aber auch ideenreiche, unkonventionelle Ansätze sind willkommen.

Werden zwei Bewerbungen von annähernd gleichem Rang vorgelegt, kann der Preis geteilt werden. Er kann außer an Einzelpersonen auch an ein Team oder einen Verein verliehen werden, wobei Eigenbewerbungen möglich sind. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Bewerbungen mit einer schriftlichen Darstellung, die o.a. Kriterien erkennen lässt und einen Umfang von zehn Seiten nicht überschreitet, werden bis zum 1. Oktober eines jeden Jahres an die Bundesgeschäftsstelle des Pomologen-Vereins e.V. (Pomologen-Verein e.V., Ulrich Kubina, Husumer Straße 16, 20251 Hamburg) erbeten.

Die Preisübergabe findet in Naumburg statt, im Jahr 2018 am 27. Oktober anlässlich der 21. Hessischen Pomologentage

Mehr Infos:
www.pomologen-verein.de

www.hessische-pomologentage.de

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