Praxis-Tipps für Blumenzwiebeln

Ab September wird es Zeit, Zwiebeln und Knollen zu legen. Einige können bereits im August unter die Erde.

Die meisten Zwiebeln und Knollen legen Sie im Herbst, ab September – Hasenglöckchen und andere, die sich nicht mit schützenden Häuten umgeben, bereits im August.

Vorbild Natur – Studieren und Probieren
 
Voraussetzung für den blühenden Erfolg ist, dass die Bedürfnisse der Pflanzen an Licht, Feuchtigkeit und Bodenqualität erfüllt werden, sonst können Sie Hunderte von Zwiebeln setzen und die Pflanzen verschwinden dennoch innerhalb weniger Jahre.
 
Was Zwiebeln, Samen und Pflanzen wünschen, steht in groben Zügen auf den „Beipackzetteln“. Es ist trotzdem schwer, im voraus zu wissen, welche Staude unbändig durch Ihren Garten toben wird und welche ein Pflegefall bleibt.
 
Ein Hoch auf die Wilden
 
Nur Wildarten haben noch genügend Mumm in den Leitbahnen, um sich in der natürlichen Konkurrenz gegen tierische Leckermäuler und grüne Genossen durchzusetzen.
 
Kaufen Sie Samen, Pflanzen, Zwiebeln und Knollen von Spezialversendern und Wildblumengärtnereien. Dort bekommen Sie hartgesottene Qualität und keine Massenware, die bei der ersten Begegnung mit der echten Natur „ins Gras beißt“.
 
In großer Besetzung
 
Egal ob Schneeglöckchen oder Kissenprimel, jede einzelne kleine Blume sieht zauberhaft aus, wenn man sich vor ihr auf den  Boden wirft und sie eingehend studiert, aber den begehrten „Aah-Effekt“ erreichen sie nur mit Massen von Blüten.
 
Für Aufsichtsratsvorsitzende
 
 Wer es eilig hat und rasche Erfolge gewohnt ist, schreitet zur Materialschlacht, achtet dabei aber ganz besonders auf eine unregelmäßig und zufällig wirkende Verteilung der Zwiebeln oder Pflanzen. Zwiebeln (nie unter 100 Stück einer Sorte!) werfen Sie mit lockerem Handgelenk großzügig auf die Erde und setzen sie dort ein, wo sie landen. Bei der Pflanzung vermeiden Sie alle regelmäßigen Formen wie Dreiecks- oder Vierecksverbände.
 
Für Däumchendreher
 
Ökologisch sinnvoller ist die Geduld. Setzen Sie mäßig viele Pflanzen und Zwiebeln ein und säen Sie Stauden durchaus auch aus. Diejenigen, die sich bei Ihnen wie zu Hause fühlen, knüpfen Jahr für Jahr größere Blütenteppiche.
 
Sparsame Gärtner pflanzen erst einmal wenige Exemplare von verschiedenen Arten und beobachten ein bis zwei Jahre. Wer am besten vorankommt, wird großzügig nachgepflanzt.
 
Aktiv werden
 
Die meisten Zwiebeln und Knollen legen Sie im Herbst, ab September – Hasenglöckchen und andere, die sich nicht mit schützenden Häuten umgeben, bereits im August.
 
Die beste Aussaatzeit für Wildblumen ist März bis Ende Mai, wenn die Winternässe des Bodens zu einer gleichmäßigen Feuchtigkeit abgetrocknet ist, und sich die Erde schon etwas erwärmt hat. Beide Zeitpunkte eignen sich auch zum Pflanzen vorkultivierter Stauden.
 
Wohin damit?
 
Damit sich die Zwiebelblüher oder Stauden ausbreiten können, brauchen Sie ungestörte Plätze, die von Fußtritten und Rasenmähern verschont werden, zum Beispiel unter Obstbäumen, unter lichten Sträuchern, am Rand von Hecken oder als Inseln im Rasen.
 
Wiesenböden
 
Frühlingswiesenblüher wie Primeln, Veilchen, Schaumkraut, Krokus, Blausternchen lieben normalen, das heißt leicht feuchten, nährstoffhaltigen Gartenboden. Sie vertragen aber keine stauende Nässe. Sehr schwere Erden vermischen Sie vor Aussaat und Pflanzung mit etwas grobem Sand, zumindest die Zwiebeln betten Sie auf eine 2–3 cm dicke Sandschicht. 
 
 
Foto: Karl-Heinz Liebisch  / pixelio.de

 

 
 
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