Quitte pflanzen – so gelingt der Anbau

Quitte pflanzen – so gelingt der Anbau
Birnenquitten am Baum – Foto: veroja / stock.adobe.com

Wer eine Quitte pflanzen möchte, hat die Wahl zwischen apfel- und birnenfrüchtigen Sorten. Die niedrigen Bäume passen selbst in kleine Gärten.

Quitte pflanzen im Garten

Quitten gedeihen an einem geschützten Standort mit leicht saurem, nicht zu schweren Boden. Kalkhaltige Böden lassen sich mit Rindenmulch ansäuern. Ideal ist ein sonniger Platz. Je wärmer und geschützter die Lage ist, desto besser kann das Holz der Quitte ausreifen und Winterfröste unbeschadet überstehen. Am besten gedeiht die Südländerin in Weinbau-Regionen.

Wann pflanzt man eine Quitte?

Junge Quittenbäume sind empfindlich und können in einem strengen Winter Frostschäden davon tragen. Auf Nummer Sicher geht, wer im Frühjahr pflanzt, vor allem in rauen Lagen. Auf diese Weise gewinnt der Gartenneuling bis zum nächsten Winter einen Vorsprung und kann bis dahin gut einwachsen. In Regionen mit einem mildem Klima kann durchaus im Herbst gepflanzt werden.

Welche Quittensorten eignen sich?

Es gibt einige robuste Sorten, die auch einem rauen Klima trotzen, wie zum Beispiel die ‚Konstantinopeler‘ (Apfelquitte), eine der frosthärtesten Sorten oder die ‚Riesenquitte von Leskovac‘ (Apfelquitte), die allerdings eine Partnerpflanze zum Bestäuben benötigt.

Wenn Sie wenig Platz haben, wählen Sie eine der vielen selbstfruchtbaren Sorten, die keine zweite Pflanze zum Bestäuben in ihrer Nachbarschaft brauchen, wie zum Beispiel ‚Champion‘ (Birnenquitte), ‚Portugiesische Quitte‘ (Birnenquitte) oder ‚Bereczki‘ (Birnenquitte).

Apfel- oder Birnenquitte – welche ist besser?

Birnenquitten sind beliebter als Apfelquitten, weil sie ein weicheres Fruchtfleisch und weniger Steinzellen haben.

Apfelquitten sind kleiner und aromatischer als Birnenquitten und haben ein festeres Fruchtfleisch.

Wie lange braucht eine Quitte, bis sie trägt?

Etwa vier bis acht Jahre nach der Pflanzung tragen Quitten die ersten Früchte. Selten fällt die Ernte aus, denn die Bäumchen blühen erst im Mai oder Juni, nach den Spätfrösten.

Düngen und mulchen

Obwohl Quitten nicht zimperlich sind, kann ihnen zu viel Kalk im Boden zu schaffen machen und die nötige Versorgung mit Eisen unterbrechen. Ihre Blätter färben sich dann bleichgelb, nur die Blattadern bleiben grün. Um dem vorzubeugen, sollten Sie Ihre Quitte mit Kompost düngen und die Baumscheibe dick mulchen sowie bei Trockenheit durchdringend gießen.

Feuerbrand und Monilia

Aufzupassen gilt es bei Feuerbrand, der die Bäumchen vor allem in der Blütezeit absterben lassen kann. Dann verdorren rasch ganze Zweige, wobei die vertrockneten Blätter und Blütenbüschel haften bleiben.

Manchmal lässt der Monilia-Pilz Quitten-Blätter welken, das Blattgewebe sich braun färben und Früchte eintrocknen. Den befallenen Stellen entströmt ein Geruch von Bittermandel. Wichtig ist, die Fruchtmumien und befallenen Blätter zu entfernen und zu entsorgen, sowie die Zweige zwanzig Zentimeter ins gesunde Holz zurückzuschneiden.

Auch Blätter und Früchte, die Opfer der Blattbräune-Krankheit wurden, wandern in die Biotonne, weil der Schadpilz im Fall laub überwintert.

Quitten ernten

Ab Mitte bis Ende Oktober, wenn ihre Farbe von Grün nach Gelb umschlägt, können Sie die Früchte pflücken. Leichte Nachtfröste schaden den Quitten am Baum nicht, zu lange sollte man mit der Ernte aber nicht warten, weil das Fruchtfleisch sonst verbräunt und an Aroma verliert. In einem kühlen Raum aufbewahrt halten die Früchte etwa zwei Monate.

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