Quitten für den Garten

Otto Durst - Fotolia.com
Quitten für den Garten - Foto: Otto Durst - Fotolia.com

Wer eine Quitte pflanzen möchte, hat die Wahl zwischen apfel- und birnenfrüchtigen Sorten.

Die hohen Sträucher oder kleinen Bäume werden höchstens zwei bis fünf Meter hoch und passen selbst in kleine Gärten.

Apfel oder Birne?

Birnenquitten sind beliebter als Apfelquitten, weil sie ein weicheres Fruchtfleisch und weniger Steinzellen haben. Im Gegenzug besitzen die trocken-harten Apfelquitten wesentlich mehr Aroma.

Wenn Sie wenig Platz haben, wählen Sie eine der vielen selbstfruchtbaren Sorten, die keine zweite Pflanze zum Bestäuben in ihrer Nachbarschaft brauchen.

Am besten gedeiht die Südländerin in Weinbau-Regionen, aber es gibt einige robuste Sorten, die auch einem rauen Klima trotzen, wie zum Beispiel die ‚Konstantinopeler‘, eine der frosthärtesten Sorten oder die ‚Riesenquitte von Leskovac‘, die allerdings eine Partnerpflanze zum Bestäuben benötigt.

Ein sonniger Platz und nicht zu schwerer Boden sind genau nach Quitten-Geschmack. Je wärmer und geschützter die Lage ist, desto besser kann ihr Holz ausreifen und Winterfröste unbeschadet überstehen.

In raueren Lagen geht auf Nummer Sicher, wer im Frühjahr pflanzt, um dem Gartenneuling eine Frostperiode während des Anwachsens zu ersparen.

Jedes Jahr üppige Ernte

Etwa vier bis acht Jahre nach der Pflanzung tragen Quitten die ersten Früchte. Selten fällt die Ernte aus, denn die Bäumchen blühen erst im Mai oder Juni, nach den Spätfrösten.

Auch der Schnitt entscheidet nicht über den Erfolg, die Krone baut sich von Natur aus locker auf. In späteren Jahren entfernt man nur altes Holz und lichtet dichten Wuchs aus.

Düngen und mulchen

Obwohl Quitten nicht zimperlich sind, kann ihnen zu viel Kalk im Boden zu schaffen machen und die nötige Versorgung mit Eisen unterbrechen. Ihre Blätter färben sich dann bleichgelb, nur die Blattadern bleiben grün. Um dem vorzubeugen, sollten Sie Ihre Quitte mit Kompost düngen und die Baumscheibe dick mulchen sowie bei Trockenheit durchdringend gießen.

Feuerbrand und Monilia

Aufzupassen gilt es bei Feuerbrand, der die Bäumchen vor allem in der Blütezeit absterben lassen kann. Dann verdorren rasch ganze Zweige, wobei die vertrockneten Blätter und Blütenbüschel haften bleiben.

Manchmal lässt der Monilia-Pilz Quitten-Blätter welken, das Blattgewebe sich braun färben und Früchte eintrocknen. Den befallenen Stellen entströmt ein Geruch von Bittermandel. Wichtig ist, die Fruchtmumien und befallenen Blätter zu entfernen und zu entsorgen, sowie die Zweige zwanzig Zentimeter ins gesunde Holz zurückzuschneiden.

Auch Blätter und Früchte, die Opfer der Blattbräune-Krankheit wurden, wandern in die Biotonne, weil der Schadpilz im Fall laub überwintert.

Früchte ernten

Ab Mitte bis Ende Oktober, wenn ihre Farbe von Grün nach Gelb umschlägt, können Sie die Früchte pflücken. Leichte Nachtfröste schaden den Quitten am Baum nicht, zu lange sollte man mit der Ernte aber nicht warten, weil das Fruchtfleisch sonst verbräunt und an Aroma verliert. In einem kühlen Raum aufbewahrt halten die Früchte etwa zwei Monate.

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