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Rezepte mit Rosenblüten für Sirup, Saft, Gelee, Likör und Essig

Wer einmal das Aroma historischer Rosen als Sirup genossen hat, dem wird der Geschmack nicht wieder aus dem Sinn gehen. Hier kommen meine Rezepte zum Thema.

Rezepte mit Rosenblüten – Butter, Sirup, Saft, Gelee, Likör, Essig
Eine köstliche Erfrischung an Sommertagen: Rosensirup mit Sekt oder Mineralwasser

Heut’ soll’s rote Rosen geben ...

Vor einigen Tagen habe ich bei größtmöglicher Hitze eine Küchenschlacht geschlagen. Und gewonnen. Der Grund: Ein reichliches Kilo Duftrosen musste unter Dach und Fach gebracht werden. Ich wiederhole: ein Kilogramm! Eine große Schachtel – 50 cm lang, 30 cm tief, 20 cm hoch – voll wunderbar duftender Rosenblütenblätter:

Der Auftrag vom Lieferanten lautete kurz und knapp: binnen 24 Stunden verarbeiten, ansonsten Aroma verduftet! Rosenbrot, Rosengelee, Rosenbutter, Rosensirup, Rosenessig und Rosenmus – die Ausbeute der Schlacht habe ich am Ende in Form von Rezepten aufgereiht. Ehrlich gesagt, nach einem halben Tag war ich kurz davor, aufzugeben und die verbliebenen 500 g Blütenblätter in die Badewanne zu kippen, um auch einmal in Rosen gebadet zu haben. Aber dazu war ich dann wieder zu geizig. Ich habe also weitergemacht bis zum Abendessen. Es gab Prosecco mit Rosensaft, außerdem Rosenhühnchen, Rosen-Panna-Cotta und Käse mit Rosengelee.Was mich in diesen Rosen-Wahn getrieben hat? Die Begegnung mit Reinhold Schneider bei einem Rosen-Workshop. Dort habe ich mit Rosensaft veredelten Prosecco geschlürft, himmlische Rosen-Marmelade gekostet und erfahren, dass der Bio-Rosenanbauer für seine kulinarischen Produkte nur die Blüten historischer Duftrosen verwendet. Denn: diese enthalten im Gegensatz zu modernen Züchtungen keine rosenatypischen Aromen. Der Rosenexperte hat auch ausgetüftelt, wie man alle 600 Rosenaromen ins Produkt hinüberretten kann. Durch Herstellen von Rosenmus, das sich leicht haltbar machen lässt.

 

Rosenduft aus vier Familien

Die Kosmetik-Industrie verwendet fast ausschließlich Rosenöl oder Rosenwasser aus der Damaszener Rose. Der Herr der Rosen mischt für seine Produkte jedoch die Blüten aus vier verschiedenen Rosenfamilien, weil unser Duftgedächtnis uns ansonsten signalisieren würde: Schmeckt nach Shampoo, Creme oder Parfüm. „Das Duftgedächtnis ist auch bei experimentierfreudigen Menschen stockkonservativ", kommentiert Schneider. Seit dem Workshop brenne ich darauf, das neu erworbene Wissen umzusetzen. Und weil ich die zwei Rosen auf meinem Balkon nur als Augenschmaus hätschle und die sowieso keine 50 g Blüten liefern würden, habe ich mir bei Reinhold Schneider 1 kg Rosenblütenblätter bestellt. Die Mindest-Abnahmemenge. Von Erfahrung in Sachen Rosenküche darf ich nicht reden, aber ein Anfang ist gemacht. Und als ich an den Tagen nach der Schlacht die Rosenbutter auf meine Frühstückssemmel strich, Rosenmarmelade darauf häufte und 1 Löffel voll Rosenmus ins Joghurt rührte, da war ich stolz und glücklich. Im nächsten Jahr werde ich 500 g Rosenblüten mehr bestellen, um schließlich doch noch in Rosen zu baden. (www.rosenhof-taubertal.de)

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