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Rezepte für Tomaten: Risotto, Frittata, Suppe, Marmelade

Eigene Tomaten sind die Einstiegsdroge für Balkongärtner/innen. Wer es einmal probiert hat, mag es nicht mehr missen. Klar das sich die Mengen in Grenzen halten und die Früchte die Wertschätzung von Pralinen erfahren. Aber erntefrische Tomaten kann man derzeit ja überall in Mengen zukaufen, um neue Tomaten-Rezepte auszuprobieren. Die zum Beispiel, die ich Ihnen hier vorstelle.

Rezepte für Tomaten: Risotto, Frittata, Suppe, Marmelade
Bunte Tomaten-Vielfalt

Bühne frei für Balkon-Tomaten

Es ist schon ein paar Jahre her, als meine Kollegin Katja mit einem Stapel weißer Tütchen im Büro anrückte, um für mich Cocktail-Tomaten auszusuchen. Aus jedem der ausgewählten Tütchen drückte sie mir ein paar winzige, plattgedrückte und mit Papier verklebte Samen in die Hand. Als ich ein Häufchen Samen auf der Handfläche liegen hatte, kaum so groß wie ein Zwei-Cent-Stück, sagte Katja bestimmt: „Das reicht!“, und packte zusammen. „Ganz schön sparsam, die Dame!“, dachte ich mir. Und außerdem: „Ich bin ja mal gespannt, was daraus werden soll.“

Immerhin kaufte ich mir ein Mini-Gewächshaus, bestehend aus einer Presspappe mit 24 Vertiefungen, einer Plastikschale als Untersatz und einem durchsichtigen Kunststoff-Deckel. Damit hätte ich bei Totalausfall nicht allzu viel in den Sand gesetzt. Dann fieselte ich die Samen auseinander, setzte in jede der Vertiefungen einen davon mit etwas Erde. Ich vergaß allerdings die Sortennamen anzubringen. Nicht absichtlich. Aber weil es bekanntlich keine Zufälle gibt, gestand mir meine Kollegin später, dass sie diese zuvor auch schon vertauscht hatte. Zurück auf Null.

24 Tomaten-Pflänzchen

Die Sämchen sorgfältig zu wässern, vergaß ich nicht. Und siehe da: eine Woche später begann die Erde zu bröckeln, und die ersten grünen Blattspitzen lugten vorwitzig ins Freie. Nach weiteren zwei Wochen waren alle 24 Samen aufgegangen und die Töpfchen eindeutig zu klein. Jetzt besaß ich 24 junge Tomaten-Pflänzchen, die ich in größere Töpfe umpflanzen konnte, und die alsbald mein Wohnzimmer dominierten.

Ende Mai brachte ich die Pflanzenkinder tagsüber ins Freie und abends holte ich sie wieder in die gute Stube. Gleichzeitig suchte ich händeringend nach Abnehmern, denn die Pflanzen waren reif für einen erneuten Umzug, und wer kann schon 24 Tomatenstauden auf 6 Quadratmeter Balkon großziehen. In die Tonne treten wollte ich soviel Fürsorge aber beim besten Willen nicht. Irgendwann – es war gar nicht so einfach – hatte ich die Verschenk-Aktion abgeschlossen, drei Pflanzen hatte ich selbst behalten.

Den dreien auf meinem Balkon ging es blendend. Es sind tatsächlich Cocktail-Tomaten dabei herausgekommen, verschiedene Sorten: kleine kugelrunde, etwas größere runde und schwarz-gefleckte ovale Tomaten. Welche, weiß ich nicht und Katja ebenso wenig, aber sie haben einfach wunderbar geschmeckt. Ob wegen der Sonne oder der guten Pflege oder weil „eigentlich alles schön ist, was man mit Liebe betrachtet“(Christian Morgenstern) –, es tut nichts zur Sache. Ich habe selbst wieder Samen davon gewonnen und baue seither jedes Jahre eigene Tomaten an.

Meine Stauden werden auch heuer wieder viele reife Tomätchen liefern, mit denen ich vorzugsweise Salate und Teller dekoriere. Nicht ohne zu erwähnen, dass es sich um Eigenbau handelt. Ansonsten gibt es gerade jede Menge wunderbar schmeckende Tomaten in allen Farben und Formen zu kaufen, ebenso preisgünstige Bio-Tomaten, um einige Lieblings-Rezepte mit Tomaten aus meinem Küchenkarteikasten in Szene zu setzen. Gutes Gelingen beim Nachkochen und guten Appetit!

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