Rhabarber im Juni

Rhabarber im Juni - foto: feferoni - Fotolia.com

Die Ernte geht nun zu Ende. Doch ein paar Tage haben wir noch.

Mit Rhabarber, den wir schon ab April ernten, steht uns ein früher Fruchtgenuß zur Verfügung. Einer alten Volksweisheit zufolge sollte man jedoch die Ernte nach Johanni, am 24. Juni, einstellen.

Dies hat im wesentlichen zwei Gründe:

>> Zum einen steigt mit zunehmender Reifung – zumindest in unseren Breiten – die im Rhabarber enthaltene Oxalsäure an.

Diese organische Säure ist nicht giftig, aber in größeren Mengen ungesund. Sie kann den Zahnschmelz angreifen und für Nierenkranke schlecht verträglich sein. Für gesunde Menschen besteht beim Verzehr von Rhabarber in normaler Menge keine Gefahr.

>> Zum anderen soll der Erntestopp dafür sorgen, dass die mehrjährige Pflanze Zeit hat, sich zu regenieren und Reserven für das nächste Jahr zu sammeln.

Standort und Vermehrung

Mit seinen großen, ausladenden Blättern und den grünen oder roten Stängeln behält der Rhabarberstock seinen beeindruckenden Zierwert noch bis in den Herbst. Dies ist der Zeitpunkt, wo man die Pflanze mit halbverrottetem Kompost und einer Laubdecke mulchen sollte. Ältere, groß gewordene Stauden können dann geteilt werden. Die Vermehrung funktioniert in der Regel problemlos, da die Rhabarberpflanzen meist kräftige Wurzelstöcke haben.

Den mächtigen Büschen sollte man einen feuchten und tiefgründigen Standort bieten – so kann die Pflanze bis zu acht Jahre am gleichen Platz gedeihen.

Bei Trockenheit gießen

In Trockenperioden im Sommer soll die Pflanze gelegentlich kräftig gegossen werden.

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