Rhabarbertee gegen Blattläuse

Rhabarbertee gegen Blattläuse - Foto: a40757/istockphoto.com

„Von einer Nachbarin bekam ich den Tipp, gegen die Läuse an meinen Rosen mit Rhabarber-Brühe vorzugehen““, schreibt ein Leser aus Hamm in Westfalen.

„“In manchen Sommern funktioniert es prima, dann wieder lassen sich die Läuse nicht beeindrucken. Woran kann das liegen?““

Unsere Antwort auf diese Frage:

Rhabarber enthält Stoffe, die Läuse nicht vertragen, so zum Beispiel Oxalsäure, Gerbstoffe und Anthrachinone.

Wie hoch der Gehalt ist, hängt von verschiedenen Kriterien ab:

>> vom Pflanzenteil: Die Blätter horten deutlich mehr als die Stiele. Gerbstoffe und Anthrachinone kommen in nennenswerter Menge fast ausschließlich in den Blättern vor.

>> von der Jahreszeit: Bis zum Sommer steigt die Konzentration an, deshalb enthalten Sommerblätter einen stärkeren Giftcocktail als Frühjahrsblätter.

>> von der Witterung: Besonders hoch ist der Gehalt nach einer längeren sonnigen, trockenen Phase.

>> vom Standort: Schattenpflanzen speichern weniger Gerbstoffe und Anthrachinone in ihren Blättern als Rhabarber, der an einem vollsonnigen Platz wächst.

>> von der Sorte: Rotfleischige Sorten bilden sehr viel geringere Mengen an Oxalsäure als grünstielige und grünfleischige.

Fazit: Rhabarber-Brühe wirkt nur gegen Blattläuse, wenn der Wirkstoffgehalt in den Blättern hoch ist. Bei Frühjahrsblättern ist der Erfolg ungewiss.

Wer die Rhabarber-Brühe gegen Blattläuse ausprobieren möchte, hier das Rezept des Lesers aus Westfalen:

Rhabarber-Brühe
500 g grob zerkleinerte Blätter mit 3 l Regenwasser übergießen und 24 Stunden ziehen lassen. Danach die Flüssigkeit abseihen und die verlausten Triebspitzen unverdünnt damit besprühen.

 

 

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