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Obst und Gemüse richtig dörren

Zum Dörren eignen sich Tomaten, Pilze, Äpfel, Birnen und vieles andere. Tipps zum richtig Dörren und eine Dörr-Tabelle für Obst und Gemüse.

Getrocknete Tomaten mit Kräutern und Meersalz
Getrocknete Tomaten mit Kräutern und Meersalz

Obst und Gemüse dörren

Trocknen macht haltbar und veredelt den Geschmack von Obst und Gemüse.

Gemüse und Früchte zum Dörren sollen sein: reif, frisch geerntet, sauber und natürlich frei von Faulstellen, Schädlingsbefall, Pilzkrankheiten oder Druckstellen.

Schneiden Sie die Obst- und Gemüsestücke in gleichmäßig dicke Stücke, damit alle Teile gleich lang brauchen, um zu trocknen.

Birnen- und Apfelstücke vorher in Zitronenwasser (2 Zitronen auf ein Liter Wasser) tauchen, damit sie nicht verbräunen.

Einige Gemüse vorher blanchieren (siehe Tabelle)

Verschiedene Dörr-Methoden

In warmen Sommern kann man Kräuter, Beeren, Pilzscheiben und dünne Apfelringe auf dem heißen Dachboden trocknen. Das Erntegut wird auf Schnüre gefädelt oder auf Gittern ausgebreitet.

In der Heizperiode lassen sich die aufgefädelten Früchte und Gemüse auch über dem Kachelofen trocknen.

Ein Solartrockner sammelt die Sonnenwärme und arbeitet ohne Strom. Er sollte ein Gebläse besitzen, das bei Regenperioden die Trocknung beschleunigt und die Schimmelbildung verhindert.

Im elektrischen Umluft-Backofen dörrt man mit leicht geöffneter Ofenklappe und niedrig eingestellter Temperatur, die immer wieder mit einem Backthermometer überprüft werden sollte.

Mit einem elektrischen Dörrgerät lassen sich alle Gemüse- und Obstarten mit genau einstellbarer Temperatur schonend trocknen.

Wann sind Gemüse und Obst fertig gedörrt?

Wenn Sie das Dörrgut zwischen zwei Fingern drücken, darf kein Saft mehr austreten.

Äpfel, Birnen, Aprikosen, Pfirsiche, Quitten, Zwetschgen und Tomaten fühlen sich gedörrt biegsam und ledrig bis weich an.

Erbsen, Zwiebeln, Wurzelgemüse, Lauch, Bohnen und andere sind gedörrt dagegen hart, trocken und spröde.

Gedörrtes richtig aufbewahren

Gedörrtes zieht Feuchtigkeit aus der Luft an.

Es muss deshalb sofort luftdicht verpackt werden.

Dazu eignen sich: Gläser mit Schraubdeckel, Gläser mit Bügelverschluss, Gefrierdosen oder auch Einfriertüten, die luftdicht mit Clips verschlossen oder verschweißt sind. 

Tomaten dörren

  • Die gewaschenen Tomaten halbieren, Stielansatz entfernen und die Kerne herausschaben.
  • Tomaten mit der Schnittfläche nach oben dicht nebeneinander auf ein Gitter legen und dünn mit Salz bestreuen.
  • Tomaten im Dörrapparat oder Backofen bei spaltbreit geöffneter Türe dörren, bis sie trocken sind, etwa wie Apfelchips (50-70 °C, je nach Sorte und Menge 12-20 Stunden).
  • Will man die getrockneten Tomaten anschließend in Öl einlegen, die Früchte nur so lange trocknen, bis kein Saft mehr austritt, wenn man sie biegt.
  • Die gedörrten Tomaten in einem Schraubglas an einem kühlen, trockenen Ort aufbewahren.
  • Auf diese Weise verpackte Tomaten halten bis zur nächsten Ernte und länger und sorgen für Pep in vielen warmen und kalten Gerichten.
  • Für Spargel-, Kartoffel- und Nudelsalat oder für Pastasoßen schneidet man die getrockneten Tomaten in Streifen und weicht diese 1-2 Stunden in warmem Wasser ein.
  • Zu Suppen und Schmorgerichten mit Fleisch und Gemüse oder zu würzigem Fladenbrot (Foccacia) kann man Trockentomaten ohne Einweichen zugeben.

Der kraut&rüben Tipp:

Getrocknete Tomaten in Öl einlegen 

Gedörrte Tomaten schmecken köstlich als Antipasti. Dafür sollten die Tomaten elastisch bleiben und nur mäßig getrocknet werden. Die Tomaten werden zusammen mit getrockneten Kräutern (Rosmarin, Oregano, Thymian), ein paar Scheiben Knoblauch sowie Olivenöl in Gläser gefüllt und festgedrückt, so dass keine Luftblasen entstehen. Das Öl sollte stets 1 cm über den Tomaten stehen.

Zitat

Tabelle: Dörren von Obst und Gemüse                                     

Dörrgut
Schneiden
Vorbereitung
Temperatur
Dauer
Äpfel
schälen, ca. 8 mm dicke Ringe oder Schnitze
tauchen in Zitronenwasser 
60 °C
8– bis 24 Std.
Birnen
schälen, ca. 8 mm dicke Ringe oder Scheiben
tauchen in Zitronenwasser
60 °C
10– bis 12 Std.
Aprikosen
halbieren
 
60 °C
10– bis 15 Std.
Pflaumen
mit oder ohne Stein; ganz lassen oder halbieren
  45 bis –60 °C
12– bis 25 Std.
Kirschen
als Ganze antrocknen, zwischendurch entsteinen
 
50 °C
12– bis 24 Std.
Quitten
schälen, ca. 8 mm dicke Schnitze
tauchen in Zitronenwasser
60 °C
8 bis –10 Std.
Bohnen
ganz oder Stücke
blanchieren
50 °C
10 bis –12 Std.
Erbsen
auspalen
blanchieren
50 °C
8 Std.
Lauch
Ringe oder Streifen
blanchieren
45– bis 50 °C
4– bis 8 Std.
Möhren
Würfel, Streifen
blanchieren
55 °C
6 bis –12 Std.
Zwiebeln
Ringe
 
45– bis 50 °C
5 bis –8 Std.
Pilze
3 mm dicke Scheiben, kleine Pilze ganz lassen
 
45– bis 50 °C
5 bis –10 Std.

 

 

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