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Rosen schneiden im Frühjahr – Tipps für Strauchrosen

Mit dem richtigen Schnitt blühen Strauchrosen über viele Jahre üppig und bleiben lange gesund. Wann ist der richtige Zeitpunkt und was gilt es beim Rosenschnitt zu beachten? Hier unsere Tipps, wie Sie Rosen richtig schneiden.

So gelingt der Rosenschnitt

Rosen schneiden in 4 Schritten

Rund um den Rosenschnitt kursieren 1000 Tipps von echten und selbst ernannten Experten. Das kann Laien ordentlich verwirren. Aber: Niemand muss Experte sein, um Rosen schneiden zu können. Am einfachsten gelingt ein guter Schnitt, wenn man Schritt für Schritt vorgeht.

Rosen schneidet man, wenn die Forsythien blühen. So lautet die alte Gärtner-Regel und sie hat bis heute ihre Berechtigung. Denn: Wenn der Forsythie nach blühen zumute ist, drohen höchstwahrscheinlich keine lang anhaltenden tiefen Fröste mehr. Weil dieser Termin je nach Region um mehrere Wochen schwanken kann, dient die Forsythien-Blüte besser zur Orientierung als ein festes Datum im Kalender.

Schritt 1: Kranke und erfrorene Triebe entfernen

Als erstes schneidet man alle braunen Triebe am Ansatz oder oberhalb eines Auges (einer Knospe) heraus. Sie sind erfroren, eingetrocknet oder krank.

Auch Stummel aus dem Vorjahr, die nicht ausgetrieben sind, werden entfernt. Ebenso wie Zweige und Verästelungen, deren Durchmesser dünner ist als ein Bleistift. Sie sind zu schwach, um sich noch zu kräftigen Ästen zu entwickeln und kosten den Strauch unnötig Energie, die er besser in die Blüte steckt.

Entscheidend für den Rosenschnitt: Einmalblühend oder öfterblühend?

Zunächst ist es hilfreich zu wissen, ob man eine einmalblühende oder eine öfterblühende Rose vor sich hat.

Einmalblühende Sorten: Sie tragen ihre Blütentriebe an zwei- und mehrjährigem Holz, also an älteren Trieben. Sie müssen kaum geschnitten werden. Es genügt in der Regel, sie alle 4 bis 5 Jahre auszulichten und dabei sehr alte Triebe bodennah zu entfernen.

Öfterblühende Sorten: Sie bilden ihre Blütentriebe dagegen auch an diesjährigem Holz, also an Trieben, die erst im Frühling desselben Jahres gewachsen sind. Um den Strauch zu diesen Jungtrieben anzuregen, ist ein jährlicher Schnitt ratsam.

Schritt 2: Vitale Rosen durch jährlichen Schnitt

Um dauerhaft ein gesundes, junges Gerüst aus 4 bis 5 Haupttrieben zu erhalten, entfernen Rosen-Gärtner im Frühling 1 bis 2 alte Äste bodennah an der Basis. Alte Triebe erkennt man leicht an ihrer gelb-braunen Rinde.

Schritt 3: Rosenstrauch ausdünnen

In einer luftigen Rose bleiben die Blätter gesund und die Triebe scheuern sich nicht gegenseitig dir Rinde wund. Deshalb werden Triebe, die nach innen in den Strauch wachsen oder sich gar mit anderen überkreuzen an ihrem Ansatz herausgeschnitten.

Schritt 4: Mit Schnitt zu frischem Austrieb

Schließlich kürzt man alle Leittriebe um etwa ein Drittel ein. Das reizt den Strauch, viele neue Triebe wachsen zu lassen. Dabei setzt die Schere etwa 5 mm schräg oberhalb eines Auges an. Schräg, damit Wasser ablaufen kann und sich auf der Schnittfläche keine Pilzkrankheiten ansiedeln. Alle anderen Verzweigungen werden auf 3 bis 5 Augen eingekürzt.

Rosen schneiden kurz und knapp

In diesen 4 Schritten erhält man vitale Strauchrosen, die von unten bis oben gut verzweigt sind, nicht verkahlen und üppig blühen:

  • Braune und schwache Triebe herausschneiden
  • Alte Äste an der Basis entfernen
  • Rosenstrauch ausdünnen
  • Leittriebe um ein Drittel einkürzen, alle weiteren Verzweigungen auf 3–5 Augen

Der kraut&rüben Tipp:

Starker Rückschnitt, bedeutet starken Austrieb! Deshalb gilt: Schwach wachsende Rosen schneidet man etwas kräftiger zurück, stark wachsende Sorten dagegen zurückhaltender. So bleibt der Wuchs ausgeglichen.

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