Rot, rund und gesund

Cranberries reifen im Oktober. Die knallroten Früchte sind reich an Vitamin C und Kalium.
 
Moosbeeren (Vaccinium macrocarpon), stammen aus den Hochmooren des nordöstlichen Nordamerikas, wurden aber auch in mehreren Mooren Deutschlands eingebürgert.
 
Früher dienten die lange haltbaren, roten Beeren den Seeleuten als Vitamin C-Lieferant auf langen Schiffsreisen. Heute werden die Früchte in den USA, vor allem in Neuengland, großflächig angebaut und vermarktet.
 
Bei uns findet man die Moosbeere häufig unter dem Namen „Kulturpreiselbeeren“ im Handel, sie schmeckt aber deutlich anders als echte Preiselbeeren.
 
Anbau im eigenen Garten
 
Cranberry-Pflanzen sind nicht besonders anspruchsvoll. Sie lieben ein Klima mit feucht-kühlen Sommern und vergleichsweise milden Wintern mit Temperaturen bis allerhöchstens –18 °C.
 
Eines aber brauchen Cranberrys unbedingt: einen sauren Boden! Die Moorpflanzen gedeihen nur dort, wo die Erde pH-Werte zwischen 4,0 und 5,0 aufweist. Auf saurem, humosen Boden wächst die Cranberry rasch zu einem dichten Teppich heran. In schneearmen Wintern sollte man die Pflanzen mit einer Decke aus Tannenreisig schützen.
 
Die immergrünen Bodendecker eignen sich auch zur Bepflanzung von Balkonkästen, Trögen und Schalen, zur Gestaltung von Stein- und Heidegärten und zur Bepflanzung von Beeten, Böschungen, Feuchtzonen und Teichufern.
 
Die bis zu 2 cm großen, knallroten Beeren werden im September/Oktober reif. Ihr Fruchtfleisch ist knackig, schmeckt sauer und herb und ist besonders reich an Kalium und Vitamin C. Durch ihre speziellen Inhaltsstoffe und ihre Wachsschicht lassen sich die Beeren mehrere Monate lang lagern.
 
Gut für Magen und Darm
 
Neuere medizinische Untersuchungen bestätigten viele gesundheitsfördernde Wirkungen, die den Moosbeeren schon von den amerikanischen Indianern nachgesagten wurden:
 
Die Inhaltsstoffe der Cranberries hemmen das Wachstum vieler krankheitserregender Mikroorganismen und lindern nachweislich Nieren- und Blasenentzündungen. Sie stärken die Magen- und Darmflora und das Immunsystem.
Teilen