Rucola aus dem Kasten

lidante - Fotolia.com
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Rauke oder Rucola können wir Im Winter ohne weiteres auf der Fensterbank ziehen.
 
Salatrauke (Eruca sativa), auch Rucola genannt, wird meist roh in Salaten verwendet. Die leicht nussigen Blätter schmecken aber auch gedünstet in Nudelsaucen, Risotto oder auf Pizza.
 

Rauke enthält viele wertvolle Inhaltsstoffe: Sie ist reich an Calcium, Eisen, Kalium, Natrium und Phosphor. Hinzu kommen Biophenole, Carotinoide, Senföle und Vitamin C.

 
Frische Ernte auch im Winter
 
Im Sommer wächst die würzige Pflanze im Garten.  Im Winter können wir sie ohne weiteres auf der Fensterbank ziehen.
 
Ein Vorteil der Salatrauke ist ihre schnelle Kultur. Aussaaten sind im Freiland von März bis September, im Zimmer oder Gewächshaus nahezu ganzjährig möglich.
 
Lohnend ist auch die Anzucht von Sprossen. Diese verfeinern Salate, asiatische Gerichte und liefern einen leckeren Brotbelag. 
 
Für Sprossenanzucht werden die Samen breitwürfig auf eine feuchte Unterlage in Töpfe, Kresseschalen oder Kisten gesät und nach etwa eins bis zwei Wochen geerntet. Die grünen Pflänzchen (Grünsprossen) können komplett mit anhaftenden Samenschalen und Würzelchen verzehrt werden.
 
Rauke aus dem Blumenkasten
 
Wer die Blätter für Salat ernten möchte, sät nicht zu dicht in Reihen von 15-20 cm Abstand auf dem Beet oder im Blumenkasten aus, die Saattiefe sollte in keinem Fall mehr als einen Zentimeter betragen. Sofern die Erde im Saatbett feucht gehalten wird, laufen die Samen in der Regel nach 10–14 Tagen auf. Bereits nach drei bis vier Wochen, ab einer Höhe von 10–15 cm, sind die zarten Blätter reif für den allerersten Schnitt.
 
Rauke gedeiht am besten an sonnigen Plätzen, auf gleichmäßig angefeuchteten, durchlässigen und wenn möglich gut durchlüfteten Standorten. Während der Kultur sollte der Boden regelmäßig gelockert und Unkraut entfernt werden. Pflanzen, die unter Hitze und starker Trockenheit leiden, entwickeln extreme Schärfe, eine gleichmäßige Wasserversorgung schafft Abhilfe. Junge Pflanzenteile schmecken deutlich milder als ältere. In den meisten Gärten samt sich die Rauke selbst aus, allen voran die Wilde Form.
 
Nitrat in Rauke
 
Wie alle Blattgemüse (Kopfsalat, Feldsalat, Spinat, Mangold) neigt auch die Rauke dazu, Nitrat in großen Mengen zu horten. Vor allem im Winter, in der lichtarmen Zeit, weist stark gedüngte Rucola sehr hohe Konzentrationen auf.
 
Den Nitrat-Gehalt bei Rauke, Feldsalat, Spinat u.a. auf ein Minimum beschränkt, wer
 
● einen sonnigen Standort wählt,
● auf genügend Abstand zwischen den Pflanzen achtet,
● auf starke Düngung, besonders mit Stickstoff, verzichtet,
● in den zwei Wochen vor der Ernte weder den Boden bearbeitet noch kräftig gießt,
● nach einigen sonnigen Tagen erntet, da die Pflanze Licht benötigt, um Nitrat abzubauen.
 
Nitrat kann im Körper zu krebserregenden Nitrosaminen umgebaut werden. Einige Stoffe, die auch in Rauke enthalten sind, wirken dem entgegen: Vitamin C, manche Biophenole sowie Chlorophyll.
 
Rauke-Pflanzen aus eigenem Anbau, die nicht mit Stickstoff zu Turbo-Wachstum getrieben wurden, kann man dagegen unbedenklich genießen.
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