Jungpflanzen anziehen

Wärme liebende Gemüsearten wie Tomaten, Kürbis oder Gurken werden jetzt im Haus vorgezogen. 

Die Anzucht im Februar verschafft den Pflanzen einen entscheidenden Startvorsprung im Beet und verfrüht die Ernte deutlich oder ermöglicht sie überhaupt erst.

 
Zu den Hausgästen im Frühjahr zählen:
 
>> Auberginen
>> Gurken
>> Kürbis
>> Melonen
>> Paprika
>> Tomaten
>> Zucchini
>> Zuckermais
 
Wie schnell die Samen keimen und bei welcher Temperatur sie es am liebsten tun, ob sie lieber im Dunkeln liegen oder Lichtreize benötigen, hängt von der jeweiligen Pflanzenart ab. Ob die Sämlinge zügig wachsen und sich zu kräftigen, gesunden Pflänzchen entwickeln, hängt vom Gärtner ab.
 
Erde und Gefäße
 
>> Keine gebrauchte Erde verwenden. Darin befinden sich Bodenpilze und andere Mikroorganismen, die den zarten Pflänzchen den Garaus machen.
 
>> Ausschließlich in Anzuchterde säen, denn alle anderen Blumen- und Gärtnererden sind zu stark gedüngt und würden die Würzelchen der Keimlinge verbrennen.
 
>> Anzuchtgefäße vor dem erneuten Einsatz gründlich säubern, anhaftende Erdreste entfernen und Gefäß mit kochend heißem Wasser ausspülen, um Pilzsporen abzutöten.
 
Säen und pflegen
 
>> Nicht zu viel und zu eng säen. Größere Samen abzählen.
 
>> Nachdem die Samen gekeimt sind, die Anzuchtgefäße unbedingt hellstellen. Dunkel stehende Pflanzen bilden lange Hälse, fallen leicht um und machen auch auf dem Beet keine gute Figur.
 
>> Die Pflanzen-Kinderstube täglich lüften. Dabei darauf achten, dass die Pflänzchen keinem kaltem Zug ausgesetzt sind.
 
>> Die Sämlinge rechtzeitig, bevor sie sich bedrängen, in größerem Abstand in andere Gefäße umpflanzen, wo ihnen genügend Licht und Wurzelraum zur Verfügung steht.
 
>> Einmal wöchentlich mit Schachtelhalm-Tee oder einem anderen Pflanzenstärkungsmittel gießen. Dies schützt vor Bodenpilzen, die die Umfallkrankheit verursachen, stärkt die Abwehrkräfte und sorgt für kräftiges Wachstum.
 
>> Sobald die Pflänzchen etwas größer sind, darf man sie zwei-, dreimal täglich mit der flachen Hand kräftig oder mit einer gefalteten Zeitung streicheln. In freier Natur übernimmt diese Aufgabe der Wind. Das Resultat: Die Pflanzen wachsen kräftig und kompakt.
 
Schnecken ausgetrickst
 
Schnecken lassen sich durch die Vorkultur im Haus um eine Mahlzeit prellen: Vorgezogene Busch- und Stangenbohnen wachsen den Schnecken davon, sobald sie aufs Beet umziehen. Die Pflanzen sind größer und haben auch mehr Abwehrkräfte als ins Beet gesäte und frisch gekeimte Bohnen-Winzlinge.
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