Schneckenresistente Blumen

Schneckenresistente Blumen
Stochschnabel gehört zu den schneckenresistenten Blumen - Foto: andrifoto / stock.adobe.com

Rittersporn, Funkien und Levkojen gehören zu den Leibspeisen von Schnecken. Zum Glück gibt es eine Reihe von Blumen, die Schnecken nicht schmecken.

Schnecken bevorzugen Weichfutter

Wenn Dauernässe und Kälte die Pflanzen geschwächt haben, nehmen Schnecken mit fast jedem Grünzeug vorlieb, das an ihrem Weg wächst. In aufgeschwemmten Pflanzen ist die Konzentration an Abwehrstoffen wie ätherischen Ölen oder Gerbstoffen so verdünnt, dass Nacktschnecken davon gerne große Mengen vertilgen.

Bevorzugte Blumen wie Rittersporn und Studentenblumen kriechen die Tiere im Schneckengalopp von 5 m pro Stunde an und lassen sich das Grünzeug schmecken. Auch Astern, Funkien, Levkojen, Sonnenblumen und viele andere Ziergarten-Gewächse stehen ganz oben auf ihrem Speiseplan.

Mit Schneckenzäunen oder anderen Vergrämungsmethoden lassen sich die Weichtiere nur auf kleinen Flächen abwehren. Effektiver ist es dagegen, auf Pflanzen auszuweichen, um die Schnecken einen Bogen machen.

Schneckenresistente Blumen

Nicht alle Funkien sind gleich gefährdet. Arten mit gewellten, ledrigen Blättern wie die Blaublattfunkien (Hosta sieboldiana elegans) munden Schnecken weniger gut als die zarten Lilienfunken (H. plantaginea). Diese überlebt bei den meisten Gärtnern nur im Topf.

Auch von der fleischigen Fetthenne (Sedum) bleiben Schnecken fern. Sukkulenten wie Hauswurz (Sempervivum) und Wolfsmilch (Euphorbia) sind ebenfalls sicher. Mit den ledrigen Blättern der Bergenie (Bergenia) tun sie sich ebenso schwer.

Was für den Menschen schädlich ist, bekommt wohl auch Schnecken nicht. Jedenfalls sind Eisenhut (Aconitum), Fingerhut (Digitalis) und Maiglöckchen (Convallaria) vor den Fraßfeinden sicher. Wer kleine Kinder hat, sollte diese giftigen Pflanzen jedoch nur an unzugänglichen Stellen pflanzen.

Blumen, die Schnecken nicht schmecken

Eine kleine Auswahl von Wildstauden, die Schnecken nicht mögen:

  • Akelei (Aquilegia-Arten)
  • Blutweiderich (Lythrum salicaria)
  • Christrose (Helleborus-Arten)
  • Frauenmantel (Alchemilla mollis)
  • Geißbart (Aruncus dioicus)
  • Goldrute (Solidago-Arten)
  • Leberblümchen (Hepatica nobilis)
  • Storchschnabel (Geranium-Arten)

Es gibt auch nützliche Schnecken

Es gibt Schnecken im Garten, die nützlich sind und keinen Schaden anrichten. So zum Beispiel interessieren sich Schnegelschnecken und auch die imposanten Tigerschnecken in erster Linie für Verwelktes anstelle von frischem Grün.

Auch bei Gehäuseschnecken dürfen Sie ganz entspannt sein. Auf ihrem Speiseplan stehen ebenso welke Pflanzenteile wie auch Moos und Algen.

Dagegen sind bei der Spanischen und der Garten-Wegschnecke im Frühjahr die jungen Triebe von Rittersporn, Funkien und Klematis in großer Gefahr.

siehe auch: >> Sind Schnecken auch nützlich?

Sonderheft Gesunder Biogarten

In unserem kraut&rüben Extra Gesunder Biogarten lesen Sie ausführlich darüber, welche Blumen durch Schnecken gefährdet sind und welche nicht. Das Heft erhalten Sie am Kiosk oder im kraut&rüben-Shop.

 

Produkt-Tipp aus dem KuR-Shop:

Insekten sind ein wichtiger Bestandteil des ökologischen Gärtnerns. Holen Sie sich die natürlichen Schädlingsbekämpfer und Pflanzenbestäuber in Ihren Garten. Das Insektenhotel dient zudem als Nistplatz und Überwinterungsmöglichkeit für zahlreiche Tierarten.

Mehr Informationen finden Sie in unserem KuR-Shop. 

 

 

Teilen