Schnitt- und Pflücksalat: einmal pflanzen, regelmäßig ernten

Schnitt- und Pflücksalat wird geerntet
Von Pflück- und Schnittsalaten erntet man nur soviel, wie man gerade in der Küche benötigt. - Foto: rodimovpavel/stock.adobe.com

Schnitt- und Pflücksalate besitzen die Fähigkeit, nach dem Ernten neu auszutreiben. Mit einer bestimmten Erntetechnik wachsen die Salate wieder nach. Nachfolgend können Sie nachlesen, wie Sie Schnitt- und Pflücksalat aussäen und nachhaltig ernten.

Pflücksalat und Schnittsalat aussäen

Pflücksalate säen Sie ab März im Frühbeet aus, ab Mitte April im Freiland. Pflanzen, die Sie beim Ausdünnen ziehen, landen am besten direkt in der Salatschüssel.

Schnittsalate stehen, ab Ende März in Reihen ausgesät, allzeit bereit, ein paar gesunde Blätter zu spendieren. Wird bei der Ernte das Herz nicht verletzt, wachsen Blätter nach.

Schnitt- und Pflücksalat säen Sie wie Kopfsalat die ganze Saison über immer wieder nach. Salatsamen keimen jedoch schlecht oder gar nicht, sobald der Boden wärmer als 20 °C ist. Ein Trick: Den Boden vor der Aussaat zum Kühlen wässern und anschließend mulchen, damit er sich nicht sofort wieder aufheizt.

Bedarf in einem Vier-Personen-Haushalt:

  • Pflücksalat: alle drei Wochen satzweise nachsäen, jeweils 15–20 Pflanzen
  • Schnittsalat: alle zwei Wochen satzweise in Reihen nachsäen, jeweils 5–7 m

Schnittsalat und Pflücksalat ernten: so geht’s

Wann wird Schnitt- und Pflücksalat geerntet?
Schnitt- und Pflücksalat können in der Regel sechs bis sieben Wochen nach der Aussaat geerntet werden. Die Blattgröße spielt dabei eine entscheidende Rolle. Als Regel gilt: Schneiden Sie die äußeren Blätter von Pflücksalat-Sorten oder Schnittsalat-Mischungen  bei einer Blattgröße von 8 bis 10 cm.

Und so geht’s:

  • Verwenden Sie dazu am besten ein scharfes Messer oder eine Schere.
  • Damit die Pflanze nachwachsen kann ist es wichtig, dass der Schnitt nicht zu tief gesetzt und die Herzblätter nicht verletzt werden.

Tipp: Dieses Prinzip funktioniert auch bei Gemüsearten wie zum Beispiel Mangold, Stielmus, Spinat oder Melde. Auch hier ist es wichtig, dass das Herz beim Ernten unverletzt bleibt.

Pflücksalat und Schnittsalat: verschiedene Sorten

Bekannte Pflücksalat-Sorten sind z. B. ‘Lollo rosso’, ‘Amerikanischer Brauner’ oder ‘Salad Bowl’. Außerdem führen immer mehr Samenhändler Mischungen aus verschiedenen Salaten, etwa den bunten ‘Baby Leaf’-Mix, Kombinationen aus würzig-scharfen Asia-Salaten oder ein Allerlei aus italienischen Arten.

Schnittsalat-Sorten sind beispielsweise ‘Hohlblättriger Butter’, eine zart schmeckende Sorte oder ‘Misticancza’, eine bewährte Mischung aus Salat, Chicorée und anderen Blattgemüsen.

Tipp: Weitere Kräuter und Salate, die knackfrisch und Blatt für Blatt in die Schüssel wandern dürfen, sind: Rucola, Feldsalat, Portulak, Hirschhornwegerich und junge Blätter von Spinat.

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