Schutz für Wintergemüse

Obwohl Gemüse wie Grünkohl oder Rosenkohl Frost vertragen, machen Ihnen starke Temperatur- schwankungen durchaus zu schaffen.
 
Ernten bei wechselhaftem Winterwetter

Wintergemüse wie Grünkohl und Rosenkohl vertragen zwar Frost, doch ihre Pflanzengewebe halten häufigen Wechsel zwischen Plus- und Minusgraden auf Dauer nicht stand.

So ergeben sich an einem frostigen, sonnigen Wintertag in einer Pflanze starke Temperaturunterschiede: beispielsweise bei einem Wirsingkopf, in dem auf der Sonnenseite acht Grad, auf der Schattenseite minus fünf Grad gemessen wurden.

Daher sollten Sie bei sonnigem Winterwetter mit einem Vlies oder mit Strohmatten schattieren. Bei wechselhaftem Winterwetter ist es ratsam, nach den ersten Frösten zu ernten und die Pflanzen im Frühbeet oder an einer schützenden Wand einzuschlagen.

In schneesicheren Gebieten dagegen sieht der Gärtner dem Winter getrost entgegen: Er überlässt den Schutz des überwinternden Gemüses der isolierenden Schneedecke.

Auch Spinat, Feldsalat und überwinternder Salat leiden unter Wechseltemperaturen. Wenn tags die Bodenoberfläche auftaut, der Untergrund aber gefroren bleibt, reißen die Wurzeln leicht ab, die Pflanzen sterben.

Daher sollten Sie die Pflanzen im Freiland mit Reisig abdecken; im Frühbeet wird zum Beispiel mit Schilfmatten schattiert und bei Temperaturen über dem Gefrierpunkt regelmäßig gelüftet.

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